Gold (XAU/USD) zieht am zweiten Tag in Folge einige Anschlussverkäufe auf sich und erreicht während der asiatischen Sitzung am Dienstag ein neues Tief seit November 2025 im Bereich von 3.943 bis 3.942 USD. Vor dem Hintergrund erneuter Spannungen im Nahen Osten helfen gemischte Signale zu den US-Iran-Gesprächen dem US-Dollar (USD), einige Dip-Käufer anzuziehen und seinen jüngsten Rücksetzer von einem 13-Monats-Hoch zu stoppen. Darüber hinaus verleihen erhöhte Erwartungen an Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) dem Greenback zusätzliche Unterstützung und üben Druck auf das Edelmetall aus.
Medienberichte deuteten darauf hin, dass sich die USA und der Iran nach einem Schlagabtausch in und um die Straße von Hormus in den letzten Tagen darauf geeinigt haben, „die Waffen ruhen zu lassen“, wobei beide Länder sich gegenseitig vorwerfen, das Waffenstillstandsabkommen verletzt zu haben. Hinzu kommt, dass US-Präsident Donald Trump auf Truth Social schrieb, der Iran habe um ein Treffen gebeten, das am Dienstag in der Hauptstadt Katars, Doha, stattfinden werde. Der stellvertretende iranische Außenminister Kazem Gharibabadi bestritt jedoch, dass diese Woche technische Gespräche geplant seien. Dies hält die geopolitischen Risikoaufschläge aufrecht und kommt dem sicheren Hafen USD zugute.
Unterdessen lösten die erneuten US-Iran-Feindseligkeiten Inflationsängste aus, die zusammen mit der restriktiveren Haltung der Fed die Wetten auf höhere Zinsen stützen. Laut dem FedWatch Tool der CME Group rechnen Händler weiterhin mit etwa 63 % Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank im September die Kreditkosten anhebt, und sehen eine über 80%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bis Ende dieses Jahres. Dieser Ausblick wird wiederum als ein weiterer Faktor gesehen, der die Kauflaune rund um den USD unterstützt und Kapital vom zinslosen Gold abzieht, das nun offenbar unterhalb der psychologischen Marke von 4.000 USD akzeptiert wird.
Darüber hinaus stürzte der japanische Yen (JPY) auf ein neues Vierjahrzehnt-Tief gegenüber dem USD ab, was Kollateralschäden auf den Edelmetallmärkten verursachte. Händler richten nun ihren Blick auf den US-Wirtschaftskalender am Dienstag, der den Consumer Confidence Index des Conference Board und die JOLTS-Daten zu offenen Stellen umfasst. Im Fokus steht jedoch der Auftritt von Fed-Chef Kevin Warsh am Donnerstag beim Forum der Europäischen Zentralbank (EZB) in Sintra. Außerdem wird der bekannte Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed geben, der den USD antreiben und den Goldpreis beeinflussen wird.
Vor dem Hintergrund der jüngsten wiederholten Fehlschläge nahe dem 100-Perioden Simple Moving Average (SMA) im 4-Stunden-Chart könnte die Akzeptanz unter der Marke von 4.000 USD als neuer Auslöser für die XAU/USD-Bären gesehen werden. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator liegt knapp unter der Nulllinie mit einem kleinen negativen Wert, was auf nachlassendes Abwärtsmomentum und nicht auf eine klare Erholung hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) nahe 34 flirtet mit dem überverkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck nachlassen könnte, ohne jedoch ein bestätigtes bullishes Umkehrsignal zu geben.
Eine nennenswerte Erholung über die Marke von 4.000 USD dürfte jedoch auf einen unmittelbaren Widerstand im Bereich von 4.045 USD stoßen, oberhalb dessen der Goldpreis versuchen könnte, die Marke von 4.100 USD zurückzuerobern. Eine weitere Aufwärtsbewegung könnte frische Verkäufer anziehen und nahe dem 100-Perioden-SMA bei 4.180,34 USD gedeckelt bleiben. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Barriere wäre erforderlich, um die derzeitige bärische Tendenz zu mildern und den Weg für eine konstruktivere Erholungsphase zu öffnen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Australischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.17% | 0.16% | 0.13% | 0.14% | 0.29% | 0.12% | 0.15% | |
| EUR | -0.17% | 0.00% | -0.06% | -0.06% | 0.11% | -0.08% | -0.03% | |
| GBP | -0.16% | -0.00% | -0.04% | -0.06% | 0.13% | -0.06% | -0.03% | |
| JPY | -0.13% | 0.06% | 0.04% | 0.00% | 0.15% | -0.02% | 0.00% | |
| CAD | -0.14% | 0.06% | 0.06% | -0.00% | 0.13% | -0.02% | 0.00% | |
| AUD | -0.29% | -0.11% | -0.13% | -0.15% | -0.13% | -0.16% | -0.13% | |
| NZD | -0.12% | 0.08% | 0.06% | 0.02% | 0.02% | 0.16% | 0.02% | |
| CHF | -0.15% | 0.03% | 0.03% | -0.01% | -0.01% | 0.13% | -0.02% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.