AUD/JPY gibt nach, nachdem es am Vortag unverändert geblieben war, und handelt während der asiatischen Handelszeit am Dienstag um 111,40. Das Währungspaar bleibt gedämpft, da der australische Dollar (AUD) Verluste hält, nachdem das Protokoll der geldpolitischen Sitzung der Reserve Bank of Australia (RBA) und wichtige Einkaufsmanager-Index (EMI)-Daten aus China veröffentlicht wurden.
Das Protokoll der geldpolitischen Sitzung der RBA im Juni zeigte, dass der Vorstand die aktuellen Finanzbedingungen zwar als etwas angespannt betrachtet, jedoch bereit ist, bei Bedarf weitere Zinserhöhungen durchzuführen, um die Preisstabilität zu gewährleisten. Die Zentralbank hob hervor, dass der anhaltende Konflikt im Nahen Osten eine doppelte Bedrohung für den wirtschaftlichen Ausblick darstellt, indem er sowohl erhebliche Aufwärtsrisiken für die Inflation als auch Abwärtsrisiken für das Gesamtwachstum mit sich bringt.
China, Australiens enger Handelspartner, zeigte im Juni eine stärkere als erwartete Widerstandsfähigkeit. Der offizielle verarbeitende EMI stieg auf 50,3 von zuvor 50,0 und übertraf damit die Markterwartungen von 50,1. Gleichzeitig verbesserte sich der NBS-EMI für das nicht-verarbeitende Gewerbe auf 50,2 von 50,1 im Mai, was die Konsensprognose eines kontraktiven Werts von 49,9 deutlich übertraf und eine Expansion in beiden Sektoren signalisierte.
Die Abwärtsbewegung des AUD/JPY-Paares wird durch die anhaltende Schwäche des japanischen Yen (JPY) begrenzt, der aufgrund der großen Zinsdifferenz zwischen Japan und anderen wichtigen Volkswirtschaften unter Druck bleibt. Diese anhaltende Abwertung hält die Entscheidungsträger besorgt und die Investoren in erhöhter Alarmbereitschaft für mögliche Währungsinterventionen Tokios. Zur Verdeutlichung dieser Haltung erklärte Japans Finanzministerin Satsuki Katayama am Dienstag, die Regierung „wird jederzeit angemessen auf Währungsbewegungen reagieren, wenn dies erforderlich ist.“
Der vom National Bureau of Statistics (NBS) und der China Federation of Logistics & Purchasing (CFLP) veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (EMI) für das nicht-verarbeitende Gewerbe ist ein führender Indikator zur Einschätzung der wirtschaftlichen Aktivität in Chinas Dienstleistungs- und Bausektor. Die Daten basieren auf Umfragen unter Führungskräften aus diesen Branchen und geben Auskunft darüber, wie sich die Geschäftstätigkeit im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat verändert hat. Die Ergebnisse können frühzeitig Hinweise auf Entwicklungen in offiziellen Wirtschaftsdaten wie dem Bruttoinlandsprodukt (BIP), der Industrieproduktion, der Beschäftigung und der Inflation geben. Der Index bewegt sich in einer Spanne von 0 bis 100. Ein Wert von 50,0 signalisiert keine Veränderung gegenüber dem Vormonat. Werte über 50 deuten auf ein Wachstum im nicht-verarbeitenden Sektor hin und werden in der Regel als bullishes Signal für den Renminbi (CNY) gewertet. Werte unter 50 hingegen weisen auf einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität hin und gelten als bärisch für den CNY.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Di Juni 30, 2026 01:30
Häufigkeit: Monatlich
Aktuell: 50.2
Prognose: 49.9
Vorher: 50.1
Quelle: China Federation of Logistics and Purchasing
Die China Federation of Logistics and Purchasing (CFLP) veröffentlicht monatlich den PMI für das nicht-verarbeitende Gewerbe. Der Indikator verdeutlicht die Leistung des chinesischen Dienstleistungssektors, der aufgrund der Größe der chinesischen Wirtschaft einen erheblichen Einfluss auf den globalen Devisenmarkt hat. Eine Ausweitung der Aktivität im chinesischen Dienstleistungssektor deutet auf Anzeichen einer wirtschaftlichen Verbesserung hin und umgekehrt.