West Texas Intermediate (WTI), die US-amerikanische Rohöl-Benchmark, wird im frühen asiatischen Handel am Donnerstag um 89,35 USD gehandelt. Der WTI-Preis erholt sich etwas von Verlusten angesichts der erneuten Spannungen zwischen den USA und Iran. Händler bereiten sich auf die Veröffentlichung des Berichts der Energy Information Administration (EIA) vor, der später am Donnerstag veröffentlicht wird.
Neue US-Angriffe im Iran haben die Befürchtungen über Störungen des kommerziellen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus erneuert. Das US-Militär führte am Mittwoch neue Angriffe im Iran durch, die sich gegen einen Militärstützpunkt richteten, der eine Bedrohung für US-Streitkräfte und den kommerziellen Verkehr in der Straße von Hormus darstellte, so Reuters. Die Quelle sagte auch, dass das US-Militär mehrere iranische Drohnen abgefangen und abgeschossen hat, die eine ähnliche Bedrohung darstellten.
Am Mittwoch zuvor sagte US-Präsident Donald Trump, dass er sich nicht zu einem Deal drängen lassen werde und warnte, dass Irans Bemühungen, ihn zu überdauern, nicht funktionieren würden, da ihm die Zwischenwahlen „egal“ seien. Die steigenden Spannungen zwischen den USA und Iran könnten den WTI-Preis kurzfristig belasten.
Die US-Rohölbestände sind in der vergangenen Woche gesunken. Laut dem Bericht der Energy Information Administration (EIA) sanken die Rohölbestände in den USA für die Woche bis zum 22. Mai um 2,8 Millionen Barrel, verglichen mit einem Rückgang von 9,1 Millionen Barrel in der Vorwoche.
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.