Goldpreis-Prognose: Abwärts geneigte 20-Tage-EMA stützt weitere Verluste

Quelle Fxstreet
  • Goldpreis fällt auf knapp 4.530 USD aufgrund erneuter Spannungen zwischen den USA und Iran.
  • Die IRGC des Iran identifizierte ein feindliches Flugzeug und schoss eine MQ-9-Drohne ab.
  • Die Fed wird in diesem Jahr voraussichtlich keine Zinssenkungen vornehmen.

Der Goldpreis (XAU/USD) fällt während der europäischen Handelssitzung am Dienstag um 0,85 % auf knapp 4.530 USD. Das Edelmetall steht unter Verkaufsdruck angesichts wachsender Sorgen über die Dauer des Waffenstillstands im Nahen Osten.

Im Tagesverlauf berichtete die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) des Iran, dass sie feindliche Flugzeuge identifiziert habe, die in ihren Luftraum eingedrungen seien, und eine MQ-9-Drohne abgefangen habe.

Am Montag berichteten die iranischen Staatsmedien zudem, dass in der iranischen Stadt Bandar Abbas Explosionen zu hören gewesen seien, deren Ursachen unklar sind und die vom US-Zentralkommando als „Selbstverteidigung“ beschrieben wurden.

Theoretisch erhöhen eskalierende geopolitische Spannungen die Attraktivität von sicheren Häfen wie Gold; dennoch steht das Edelmetall unter Druck aufgrund der Erholung des Ölpreises infolge der Unsicherheit im Nahen Osten, die bereits die US-Inflation angeheizt und die Hoffnungen auf Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr zunichtegemacht hat.

Nach dem CME FedWatch-Tool liegen die Chancen, dass die Fed die Zinssätze in diesem Jahr auf dem aktuellen Niveau belässt, bei 43,5 %, während der Rest für mindestens eine Zinserhöhung in diesem Jahr spricht.

Technische Analyse Gold

XAU/USD notiert niedriger bei rund 4.530 USD und zeigt kurzfristig eine bärische Tendenz, da der Kurs unter dem 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 4.601,20 USD bleibt.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) schwankt über einen längeren Zeitraum in der Zone zwischen 40,00 und 60,00 und zeigt damit eine Unentschlossenheit unter den Investoren.

Auf der Oberseite ist der unmittelbare Widerstand durch den 20-Tage-EMA bei 4.601,20 USD definiert, und ein Tagesschlusskurs über dieser Marke wäre erforderlich, um den aktuellen bärischen Ton zu mildern und den Weg für eine nachhaltigere Erholung in Richtung des Hochs vom 12. Mai bei 4.773,60 USD zu ebnen. Auf der Unterseite könnte der Goldpreis in Richtung des Tiefs vom 26. März bei 4.351,23 USD fallen, falls er unter das Tief vom 20. Mai bei 4.453,72 USD sinkt.

(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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