West Texas Intermediate (WTI) – der Benchmark-Preis für US-Rohöl – zieht am zweiten Tag in Folge einige Folgeverkäufer an und fällt während der asiatischen Sitzung am Mittwoch auf ein Ein-Wochen-Tief. Das Rohstoffprodukt handelt derzeit nahe der Mitte der 97,00-USD-Region, verliert fast 2,5 % an Wert an diesem Tag und scheint anfällig dafür, den jüngsten Pullback von einem fast vier Wochen hohen Stand, der letzten Donnerstag erreicht wurde, auszudehnen.
US-Präsident Donald Trump sagte, dass „Project Freedom“ – das darauf abzielt, den kommerziellen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wiederherzustellen – für eine kurze Zeit pausiert wird, um zu sehen, ob eine Einigung mit dem Iran finalisiert werden kann. Darüber hinaus erklärte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, dass der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran vorerst hält und die USA nicht beabsichtigen, die Spannungen mit Teheran wieder zu eskalieren. Dies befeuert wiederum die Hoffnungen auf ein US-iranisches Friedensabkommen und erweist sich als ein Schlüsselfaktor, der Druck auf die Rohölpreise ausübt.
Aus technischer Sicht wurde der nächtliche Durchbruch unter den 200-Stunden-Simple Moving Average (SMA) als wichtiger Auslöser für bärische Händler angesehen. Zudem hat der gescheiterte Versuch, Gewinne über 98 USD zu halten, die kurzfristige Struktur nach unten geneigt. Unterdessen verbleibt der Moving Average Convergence Divergence (MACD) im negativen Bereich, und der Relative Strength Index (RSI) pendelt nahe 37. Die Momentum-Indikatoren deuten darauf hin, dass der Abwärtsdruck trotz einiger intraday Stabilisierung weiterhin vorherrscht.
Der anschließende Rückgang stagniert jedoch nahe dem 38,2% Fibonacci-Retracement-Level des Anstiegs vom monatlichen Tief im April. Diese Unterstützung liegt nahe der 96,40-USD-Region und sollte als wichtiger Wendepunkt fungieren, der bei einem entscheidenden Bruch die kurzfristige negative Tendenz bestätigen und den Weg für weitere Verluste ebnen würde. Die Rohölpreise könnten dann den Abwärtstrend in Richtung des 50%-Retracements bei 93,09 USD beschleunigen, auf dem Weg zu tieferen Fibonacci-Niveaus bei 89,76 USD und 85,02 USD vor der Zyklustief-Region nahe 78,97 USD.
Auf der Oberseite wird der unmittelbare Widerstand durch den 200-Stunden-SMA bei 98,63 USD definiert, während eine stärkere Barriere am 23,6%-Fibo.-Retracement bei 100,55 USD liegt. Nur eine entscheidende Erholung über diese Niveaus würde den aktuellen bärischen Ton abschwächen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.