Der Silberpreis (XAG/USD) setzt am Mittwoch seine Gewinnserie zum dritten Handelstag in Folge fort und handelt während der europäischen Sitzung über 2 % höher bei rund 73,00 USD. Das weiße Metall gewinnt an Stärke angesichts verstärkter Bemühungen des US-Präsidenten Donald Trump, den Krieg im Nahen Osten zu beenden.
Berichten von Reuters zufolge strebt US-Präsident Trump einen einmonatigen Waffenstillstand mit Iran an und hat einen 15-Punkte-Einigungsplan vorgelegt, der unter anderem die Einschränkung des iranischen Baus von Atomwaffen und ein Verbot der Urananreicherung auf iranischem Gebiet vorsieht.
Die US-Versuche für einen Waffenstillstand haben die Hoffnung erhöht, dass der Energieversand durch die Straße von Hormus bald normalisiert wird – ein Szenario, das die Versorgungsrisiken verringert, die Ölpreise belastet und letztlich die Händler dazu zwingen wird, ihre hawkischen Erwartungen an die globalen Zentralbanken zurückzuschrauben.
Theoretisch erhöhen sich bei verschärften geopolitischen Spannungen die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie Silber; in den vergangenen Wochen zeigte das Metall jedoch eine Underperformance, da steigende Energiepreise die Händler zwangen, ihre Wetten auf Zinssenkungen durch globale Zentralbanken für das gesamte Jahr zu reduzieren.
Das Szenario höherer Zinssätze durch Zentralbanken oder einer verlängerten Pause ist für zinslose Anlagen wie Silber ungünstig.
Unterdessen handelt der US-Dollar (USD) leicht fester, da der Iran weiterhin die Behauptungen von Präsident Donald Trump über seine Beteiligung an direkten Gesprächen mit den USA zurückweist.

XAG/USD handelt höher bei rund 73,10 USD. Der kurzfristige Bias ist jedoch bärisch, da der Preis deutlich unter dem 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei rund 78,30 USD bleibt und die jüngste Abfolge niedrigerer Hochs nach dem Hoch bei 93,80 USD intakt hält.
Der 14-tägige Relative-Stärke-Index (RSI) erholt sich auf rund 41, nachdem er sich im Bereich von 20,00 bis 40,00 bewegte, was eine Pause im Abwärtsmomentum signalisiert, der Abwärtsdruck jedoch weiterhin besteht.
Unmittelbare Unterstützung zeigt sich im jüngsten Bereich um 72,80 USD, wobei ein Bruch den Weg zum Tiefpunkt Ende des Monats bei rund 67,90 USD als nächstes Abwärtsziel öffnen würde. Darunter würde das Montags-Tief bei 64,01 USD bei anhaltender Schwäche relevant werden.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei 75,30 USD, gefolgt von der Region um 79,30 USD, die mit dem fallenden 20-Tage-EMA zusammenfällt und ihre Rolle als kritische Barriere stärkt. Ein Tagesschlusskurs über diesem Cluster wäre erforderlich, um den bärischen Ton zu neutralisieren und die Aufmerksamkeit wieder auf den Bereich um 83,00 USD zu lenken.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Silber ist ein Edelmetall, das bei Investoren sehr gefragt ist. Es wurde in der Vergangenheit als Wertanlage und Tauschmittel verwendet. Obwohl Silber weniger populär ist als Gold, können Anleger es wegen seines inneren Wertes zur Diversifizierung ihres Anlageportfolios oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation nutzen. Anleger können Silber physisch in Form von Münzen oder Barren kaufen oder über Instrumente wie börsengehandelte Fonds handeln, die den Silberpreis an den internationalen Märkten nachbilden.
Der Silberpreis kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden.Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können den Silberpreis aufgrund seines Status als sicherer Hafen in die Höhe treiben, wenn auch in geringerem Maße als Gold. Als Vermögenswert ohne Zinsen steigt der Silberpreis tendenziell, wenn die Zinssätze sinken. Seine Bewegungen hängen auch von der Entwicklung des US-Dollars (USD) ab, der wiederum von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden kann. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell niedrig, während ein schwächerer Dollar den Preis wahrscheinlich nach oben treibt. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Minenangebot - Silber wird viel häufiger abgebaut als Gold - und die Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.
Silber wird häufig in der Industrie verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik und Solarenergie, wo es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist - höher als die von Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann zu höheren Preisen führen, während ein Rückgang tendenziell zu niedrigeren Preisen führt. Die Dynamik der Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann ebenfalls zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China wird Silber in verschiedenen Prozessen der großen Industriezweige eingesetzt; in Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine wichtige Rolle bei der Preisbildung.
Der Silberpreis folgt in der Regel den Bewegungen des Goldpreises. Wenn der Goldpreis steigt, folgt der Silberpreis in der Regel diesem Trend, vor allem weil beide als sichere Anlage gelten. Das Gold-Silber-Verhältnis, das angibt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann helfen, die relative Bewertung der beiden Metalle zu bestimmen. Einige Anleger halten ein hohes Verhältnis für einen Indikator dafür, dass Silber unterbewertet und Gold überbewertet ist. Umgekehrt könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.