Das GBP/USD-Paar zieht nach einem intraday-Anstieg in die Nähe von 1,3500 frische Verkäufer an und fällt in der ersten Hälfte der europäischen Sitzung am Mittwoch auf das untere Ende seiner Tagesrange. Die Spotpreise handeln derzeit im Bereich von 1,3470-1,3465, knapp über einem am Dienstag erreichten Einmonatstief, da Händler gespannt auf das Ergebnis einer zweitägigen FOMC-Sitzung warten.
Im Vorfeld des wichtigen Zentralbankereignisses wirkt die wachsende Akzeptanz, dass die US-Notenbank (Fed) angesichts ölgetriebener Inflationsrisiken und erhöhter US-Anleiherenditen an ihrer hawkischen Haltung festhalten wird, als Rückenwind für den US-Dollar (USD). Abgesehen davon stützen die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten den sicheren Hafen Dollar und begrenzen das GBP/USD-Paar, das nicht von dem erwarteten Anstieg der britischen Verbraucherpreise profitieren kann.
Die Spotpreise liegen nahe dem 38,2%-Fibonacci-Retracement, bleiben jedoch über dem 200-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 1,3455 und dem 50,0%-Retracement bei 1,3406. Letzteres dürfte als wichtiger Wendepunkt dienen, dessen Durchbruch als neuer Auslöser für GBP/USD-Bären gewertet würde. Unterdessen deuten Momentum-Oszillatoren kurzfristig eher auf das Risiko einer flachen Konsolidierung als auf eine starke Fortsetzung nach oben hin.
Unterdessen sollte Schwäche unter dem 200-Tage-SMA bei 1,3455 den Weg für tiefere Pullbacks in Richtung des 50,0%-Retracements bei 1,3406 und des 61,8%-Niveaus bei 1,3343 ebnen. Ein Durchbruch unter die letztgenannte Marke würde die breitere bullische Struktur negieren. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 23,6%-Fibo-Retracement um 1,3548, während eine stärkere Barriere beim jüngsten Swing-Hoch um den Bereich von 1,3675 zu sehen ist.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.