Das Paar USD/CHF macht moderate intraday Verluste wieder wett und steigt in der ersten Hälfte der europäischen Sitzung am Mittwoch an das obere Ende seiner täglichen Handelsspanne. Die Spotpreise bleiben jedoch innerhalb der Wochenhandelsspanne gefangen und notieren derzeit knapp unter der Marke von 0,8100, nahezu unverändert gegenüber dem Vortag, da sich Händler vor den US-Inflationsdaten zurückhaltend zeigen.
Der US-Erzeugerpreisindex (EPI) und der Verbraucherpreisindex (VPI) werden am Donnerstag bzw. Freitag veröffentlicht. Die entscheidenden Daten werden auf weitere Hinweise zum geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hin untersucht, was wiederum den US-Dollar (USD) antreiben und dem Paar USD/CHF neuen Impuls verleihen dürfte. In der Zwischenzeit sollten steigende Wetten auf eine Fed-Zinserhöhung im September sowie Inflationsrisiken, die aus anhaltend höheren Energiepreisen infolge der eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran resultieren, als Rückenwind für den Greenback wirken.
Das Paar USD/CHF behält den kurzfristigen konstruktiven Bias oberhalb des 100-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) bei 0,8004 und einer dichten Fibonacci-Unterstützungszone zwischen dem 61,8%-Retracement bei 0,8028 und dem 38,2%-Retracement bei 0,8077 bei. Unterdessen deutet der Relative Strength Index (RSI) um 50 auf ein neutrales Momentum nach den früheren Gewinnen hin. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) ist jedoch leicht positiv geworden, was darauf hindeutet, dass der Aufwärtsdruck nachlässt, statt sich umzukehren.
Dies deutet darauf hin, dass das Paar USD/CHF weiterhin bei dem 38,2%-Fibo-Retracement bei 0,8077 Unterstützung finden könnte, gefolgt vom 50,0%-Niveau bei 0,8053 und dem 61,8%-Retracement bei 0,8028. Ein tieferer Pullback würde den 100-Tage-SMA bei 0,8004 freilegen, vor dem 78,6%-Retracement bei 0,7994 und dem vorherigen Swing-Tief nahe 0,7950. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 23,6%-Retracement bei 0,8107, wobei ein Ausbruch nach oben den Weg in Richtung des Zyklushochs um 0,8156 öffnen würde.
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Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.
In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.
Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.