USD/IDR weitet seine Verluste den zweiten Tag in Folge aus und wird am frühen Mittwoch im europäischen Handel bei rund 17.570 gehandelt. Das Paar fällt, da der Indonesische Rupiah (IDR) nach der jüngsten von der Bank Indonesia (BI) im August durchgeführten Verbraucherstudie zulegte, die darauf hindeutete, dass das Vertrauen der Verbraucher in die wirtschaftlichen Bedingungen im Vergleich zu Juli 2026 gestiegen ist. Dies spiegelte sich im optimistischen Verbrauchervertrauensindex (CCI) von 118,5 im August wider, nach 116,8 im Juli.
Indonesiens offizielle Devisenreserven stiegen Ende August auf 146,5 Mrd. USD, nach 145,3 Mrd. USD Ende Juli. Die Höhe der Reserveaktiva entsprach 5,4 Monaten Importen oder 5,3 Monaten Importen und der Bedienung der Auslandsverschuldung der Regierung und liegt damit deutlich über dem internationalen Angemessenheitsstandard von rund drei Monaten Importen.
Das Währungspaar USD/IDR wertet ab, da der US-Dollar (USD) trotz eines hawkischen Tons im Zusammenhang mit dem geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) nachgibt. Laut dem CME FedWatch Tool preisen Händler derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa 60% für eine Zinserhöhung bei der bevorstehenden geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank ein. Mit Blick nach vorn werden die Inflationsdaten zum US-Erzeugerpreisindex (EPI) und Verbraucherpreisindex (VPI) später in dieser Woche im Mittelpunkt stehen. Diese wichtigen Daten könnten vor der September-Sitzung neue Hinweise auf die nächsten Schritte der Federal Reserve liefern.
Darüber hinaus verschärfen erhöhte Rohölpreise die Inflationssorgen und stärken die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed). Die Ölpreise sind nach einem US-Angriff auf mehrere iranische Tanker nahe der Insel Kharg, einem wichtigen Exportzentrum, gestiegen. Diese Angriffe haben die geopolitischen Spannungen verschärft und die Marktsorgen hinsichtlich möglicher Störungen der globalen Ölversorgung angeheizt.
Strategen der Deutschen Bank heben hervor, dass der „jüngste Inflationsdruck auch den Druck auf US-Staatsanleihen aufrechterhielt, wobei die Renditen entlang der gesamten Kurve stiegen, insbesondere am kurzen Ende“, wodurch kürzere Laufzeiten unterdurchschnittlich abschnitten, da Anleger den Pfad für die US-Zinsen neu bewerteten.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.