Das Paar USD/JPY tut sich schwer, die moderate Erholung vom Freitag aus der Nähe der Tiefs von Anfang August zu nutzen, und startet die neue Woche mit einer schwächeren Tendenz. Die Spotpreise handeln derzeit knapp unter der Marke von 156,00, wobei die Abwärtsseite angesichts gemischter fundamentaler Signale abgefedert bleibt.
Der japanische Yen (JPY) wird durch eine stärker hawkische Neubewertung der Erwartungen an eine Zinserhöhung der Bank of Japan (BoJ) sowie durch Nervosität über eine mögliche offizielle Intervention gestützt. Tatsächlich scheinen Händler inzwischen eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) bei der nächsten BoJ-Sitzung am 17.–18. September vollständig eingepreist zu haben und sehen zudem die Möglichkeit eines weiteren Schritts im Dezember. Dies erweist sich zusammen mit der gedämpften Kursentwicklung des US-Dollars (USD) als weiterer Faktor, der als Gegenwind für das Paar USD/JPY wirkt.
Der besser als erwartet ausgefallene US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht vom Freitag erhöhte angesichts von Sorgen über Preisdruck durch die hohen Ölpreise die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bei der Sitzung am 15.–16. September. USD-Bullen zeigen sich jedoch zurückhaltend und ziehen es vor, die Veröffentlichung der jüngsten US-Inflationsdaten – des Erzeugerpreisindex (EPI) und des Verbraucherpreisindex (VPI) am Donnerstag bzw. Freitag – abzuwarten, bevor sie neue Wetten eingehen.
Allerdings wirken die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die sich ausweitende Konfrontation in der Straße von Hormus als Rückenwind für den sicheren Hafen Greenback. Dies wiederum dürfte dazu beitragen, die Abwärtsseite des Paares USD/JPY angesichts der relativ dünnen Liquidität aufgrund des Labor-Day-Feiertags in den USA zu begrenzen. Daher wäre es ratsam, zunächst einige Anschlussverkäufe unterhalb der entscheidenden Unterstützung bei 155,30-155,20 abzuwarten, bevor man sich auf eine Fortsetzung des scharfen Rückgangs der vergangenen Woche von einem Mehrwochenhoch positioniert.
Das Paar USD/JPY weist unter dem technisch wichtigen 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 158,46 eine kurzfristig rückläufige Tendenz auf. Nur ein nachhaltiger Ausbruch über diese Barriere würde den aktuellen Abwärtsdruck mindern. Auf der Abwärtsseite könnte die horizontale Zone bei 155,30-155,25 weiterhin als unmittelbare Unterstützung dienen, deren Durchbruch den Weg für eine weitere kurzfristige Abwärtsbewegung ebnen würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.