NZD/USD bricht am Mittwoch um 1,45% ein und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 0,5810, da der Neuseeländische Dollar (NZD) trotz einer Zinserhöhung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) stark unter Verkaufsdruck gerät.
Die RBNZ erhöht ihren Official Cash Rate (OCR) wie weithin erwartet um 25 Basispunkte (bps) von 2,5% auf 2,75%. Der starke Rückgang des Kiwi deutet jedoch darauf hin, dass Anleger weniger auf die Zinserhöhung selbst und mehr auf die vorsichtige Prognose der Zentralbank hinsichtlich des künftigen geldpolitischen Straffungspfads achten.
Die RBNZ hält eine schrittweise Rücknahme der geldpolitischen Impulse für angemessen, um die Inflation wieder in Richtung des 2%-Zielmittels zu bringen und gleichzeitig Wirtschaftswachstum und Beschäftigung zu stützen. Die Entscheidungsträger weisen zudem darauf hin, dass ein Handeln jetzt das Risiko verringert, die Zinsen später aggressiver anheben zu müssen, und betonen zugleich, dass künftige Entscheidungen weiterhin vom Risikogleichgewicht rund um die mittelfristige Inflation abhängen.
RBNZ-Gouverneurin Anna Breman bekräftigt diese vorsichtige Botschaft nach der Entscheidung. Breman sagt, der Verlauf des OCR bleibe im Großen und Ganzen mit den früheren Projektionen der Zentralbank vereinbar, und deutet an, dass die Entscheidungsträger möglicherweise mehr Zeit benötigen, um die volle Wirkung der aktuellen geldpolitischen Ausrichtung zu beurteilen. Sie nennt zudem die Stärke der wirtschaftlichen Erholung als Schlüsselfaktor für die Frage, ob weitere Straffungen nötig sind.
Der Fokus richtet sich nun auf die Vereinigten Staaten (US), wo der Beschäftigungsbericht für August am Freitag die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) beeinflussen könnte. Ökonomen erwarten, dass die US-Wirtschaft im August 58K Stellen schafft, während die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,1% bleiben dürfte.
Stärker als erwartete Arbeitsmarktdaten könnten den US-Dollar (USD) stützen, indem sie die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik der Fed untermauern und damit den Abwärtsdruck auf NZD/USD weiter erhöhen. Umgekehrt könnten Anzeichen zusätzlicher Schwäche am US-Arbeitsmarkt die Stärke des Greenback begrenzen und dem Kiwi etwas Luft verschaffen.
NZD/USD notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 0,5806 und behält damit kurzfristig einen bärischen Bias bei, da das Paar unter dem 100-Perioden Simple Moving Average (SMA) im 4-Stunden-Chart bei rund 0,5914 sowie unter dem 200-Perioden-SMA bei etwa 0,5876 bleibt. Das Paar wird von einem dichten Widerstandsband nach oben begrenzt, das bei horizontalem Widerstand bei 0,5820 beginnt und sich bis 0,5910 erstreckt, während der Relative Strength Index (RSI) bei rund 17 im überverkauften Bereich liegt und darauf hindeutet, dass jede Erholung wahrscheinlich auf Verkaufsdruck in dieser Angebotszone stoßen würde.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei 0,5820, gefolgt von 0,5860, wobei der 200-Perioden-SMA bei 0,5876 diesen Bereich zusätzlich stützt, bevor der Widerstand bei 0,5910 und der 100-Perioden-SMA bei 0,5914 weiter oben ins Spiel kommen. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung bei 0,5800, ein Bruch nach unten würde den Blick auf die nächste horizontale Unterstützungszone bei 0,5760 freigeben, wo Käufer versuchen könnten, den Rückgang zu bremsen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)