Das Paar NZD/USD baut die Erholung vom Vortag aus dem Bereich von 0,5820 bzw. einem Zweiwochentief aus und gewinnt am Freitag im asiatischen Handel etwas an positiver Dynamik. Die Kassakurse stiegen in der letzten Stunde wieder über 0,5850 und scheinen vorerst eine viertägige Verlustserie beendet zu haben.
Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) und der Erzeugerpreisindex (EPI) deuteten auf Anzeichen einer nachlassenden Inflation hin und zwangen Händler dazu, die Erwartungen an eine unmittelbare Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed) zurückzuschrauben. Dies hält die USD-Bullen in der Defensive, was wiederum als wichtiger Faktor zur Unterstützung des Paares NZD/USD gesehen wird. Allerdings wirkt die Pattsituation zwischen den USA und dem Iran als Rückenwind für den sicheren Hafen Dollar und hält Händler davon ab, aggressive Richtungswetten einzugehen.
US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Donnerstag, dass Washington Maßnahmen gegen den Iran ergreifen werde, wie sie noch nie zuvor gesehen wurden. Andererseits sagte der hochrangige IRGC-Berater Mohammad Reza Naqdi, Teherans Strategie bestehe darin, jeden Konflikt so kostspielig zu machen, dass künftige US-Regierungen zweimal darüber nachdenken, bevor sie militärische Maßnahmen gegen den Iran ergreifen. Darüber hinaus halten die zunehmenden Spannungen um die Straße von Hormus die Kriegsrisikoprämie aufrecht und bieten dem Greenback Unterstützung.
Tatsächlich behauptete Präsident Donald Trump erneut, die USA hätten die vollständige Kontrolle über die strategisch wichtige Wasserstraße, während der Iran zugesagt hat, die Meerenge geschlossen zu halten, bis alle seine Forderungen erfüllt sind. Zudem haben die vom Iran unterstützten Huthi im Jemen ihre Angriffe auf Schiffe im Roten Meer und in der Bab-al-Mandab-Straße eskaliert und dabei saudische Schiffe ins Visier genommen. Dies dürfte die Abwärtsbewegung bei den Rohölpreisen begrenzen, was die Inflationssorgen angeheizt hat und die Wetten auf mindestens eine Zinserhöhung der Fed im Jahr 2026 auf dem Tisch hält.
Darüber hinaus zeigte eine Umfrage der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ), dass die Inflationserwartungen im dritten Quartal nachlassen und von zuvor 2,53% auf 2,34% zurückgehen. Dies gibt der Zentralbank weniger Anlass, die Geldpolitik weiter zu straffen, was dazu beitragen dürfte, den Aufwärtstrend des Kiwi und des Paares NZD/USD zu begrenzen. Daher wäre es ratsam, auf starke Anschlusskäufe zu warten, bevor sich Händler für eine weitere Aufwärtsbewegung des Währungspaares positionieren.
Das Paar NZD/USD verteidigte den 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 0,5827, was den kurzfristigen Ton leicht bullisch hält. Ein Tagesschluss darunter würde jedoch auf einen Verlust des bullischen Momentums hindeuten und die jüngsten Tiefs um die Mitte der 0,5700er-Marke freilegen, während ein Verbleib darüber die Tendenz für weitere allmähliche Gewinne in den kommenden Sitzungen aufrechterhält.
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Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.