USD/CAD verliert am zweiten Tag in Folge an Boden und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Freitag bei rund 1,3920. Das Paar gibt nach, da der US-Dollar (USD) infolge eines schwächer als erwartet ausgefallenen US-Inflationsberichts nachlässt. Die Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die für später am Tag anstehenden US-Einzelhandelsumsätze für Juli.
Zusätzlich zum Inflationsbild meldete das Bureau of Labor Statistics (BLS), dass die US-Großhandelskosten für Waren und Dienstleistungen im Juli unverändert blieben und damit stärker abkühlten als das erwartete Wachstum von 0,2% nach einem revidierten Rückgang von 0,1% im Juni. Ohne die volatilen Komponenten Lebensmittel und Energie stieg der Kern-Erzeugerpreisindex (PPI) um 0,2% und lag damit leicht unter dem Marktkonsens von 0,3%. Auf Jahresbasis kletterte der Gesamt-PPI im Juli um 4,7% gegenüber dem Vorjahr, während der Kern-PPI im selben Zeitraum um 4,2% zulegte.
Diese abkühlenden Inflationsdaten haben die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve verschoben. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von 34,8% für eine US-Zinserhöhung auf der bevorstehenden Sitzung im September ein, nach 40% unmittelbar nach der Veröffentlichung der PPI-Daten.
Die Abwärtsbewegung des USD/CAD-Paares könnte begrenzt sein, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) angesichts niedrigerer Rohölpreise auf Schwierigkeiten stoßen dürfte. Die Ölpreise geben leicht nach, da Anleger eine abwartende Haltung einnehmen und die diplomatischen Bemühungen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus genau beobachten.
Rohöl fließt trotz der anhaltenden Pattsituation weiterhin aus dem Persischen Golf ab. Einige Tanker fahren aktiv mit ausgeschalteten Transpondern, um Risiken zu mindern, obwohl Schiffe, die die Meerenge durchqueren, weiterhin ständigen Bedrohungen ausgesetzt sind. Unterdessen behaupten die USA, dass derzeit bis zu 9 Millionen Barrel Öl pro Tag durch die kritische Wasserstraße transportiert werden, unterstützt durch die wachsende Fähigkeit der US-Streitkräfte, Tanker zu eskortieren.
Laut TD Securities hat der jüngste Verlust des "nachlassenden kurzfristigen Momentums auch moderate Verkäufe bei WTI-Rohöl im Tagesverlauf ausgelöst." Dennoch betont die Bank, dass "die fundamentale Enge an den Rohöl- und Produktmärkten letztlich weiteren Aufwärtstrend stützen sollte," was darauf hindeutet, dass der jüngste Pullback eher eine Folge kurzfristiger Flussdynamiken als eine Veränderung des zugrunde liegenden Angebots-Nachfrage-Umfelds ist.