Die Dow Jones-Futures legen während der europäischen Handelsstunden am Donnerstag um 0,08% auf rund 53.910 zu. Unterdessen steigen die S&P 500-Futures um 0,09% auf rund 7.780 und die Nasdaq-100-Futures legen um 0,06% zu und notieren nahe 29.870.
Die US-Aktien-Futures steigen angesichts sich verschiebender Zinserwartungen an die Federal Reserve (Fed) nach schwächeren Inflationsdaten. Der Gesamt-VPI für Juli fiel im Jahresvergleich leicht auf 3,4%, während sich der Kern-VPI auf 2,5% abkühlte und damit den Markterwartungen entsprach. Anleger warten im weiteren Tagesverlauf auf die Daten zum US-Erzeugerpreisindex (EPI) für Juli.
Diese nachlassende Inflation hat die Markterwartungen für eine lockerere Haltung der Fed untermauert, wobei das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf rund 36% von 48% am Vortag gefallen ist.
Die US-Aktienindizes schlossen am Mittwoch überwiegend höher, gestützt von soliden Ergebnissen der KI-Unternehmen und einem moderaten VPI-Bericht. Der Nasdaq sprang um 0,7% nach oben, und der S&P 500 stieg um 0,3% und näherte sich Rekordständen, während der Dow Jones nahezu unverändert aus dem Handel ging.
Rabobank warnt, dass die derzeitige Begeisterung rund um KI wahrscheinlich keine Einbahnstraße sein wird, und mahnt, dass "es auch Tränen geben wird." Die Bank weist darauf hin, dass die Technologie über "KI-Volatilität und jüngste Ängste vor einer ‚dauerhaften Unterschicht‘" hinaus zu "einem solchen Thema der nationalen Sicherheit geworden ist, dass es praktisch ist, dass der Privatsektor bereit ist, so viele Vorhaben zu finanzieren, deren Kosten das Manhattan-Projekt übersteigen, wodurch dem Staat die Ausgaben erspart bleiben, mit dem Ziel von… massiven Gewinnen(?)." Rabobank argumentiert jedoch, dass diese Dimension des Gemeinwohls die privaten Erträge letztlich begrenzen könnte, da "wahrscheinlich die Regierung --und das Militär-- am Ende die Früchte haben wollen werden, und zwar günstig."
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.