Das Währungspaar GBP/USD notiert während der europäischen Handelssitzung am Dienstag leicht im Minus bei rund 1,3500. Das Cable gibt nach, während der US-Dollar (USD) etwas zulegt; die Finanzmärkte zweifeln jedoch an der leichten Erholung in dieser Woche, da Händler ihre hawkishen Wetten auf die Federal Reserve (Fed) für die geldpolitische Sitzung im September angesichts schwacher US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls, NFP) für Juli zurückfahren.
Ökonomen bei ING beschreiben den US-Arbeitsmarktbericht für Juli als "überraschend schwach" und weisen darauf hin, dass die Nonfarm Payrolls im Monatsvergleich um "23.000 gefallen" sind. Sie heben hervor, dass die Schwäche durch "Abwärtsrevisionen von 103.000 für die Daten der vergangenen zwei Monate" verstärkt wurde, wodurch der "3M-Durchschnitt" der Beschäftigungszuwächse auf nur noch "20.000" gesunken ist. ING argumentiert, dass diese Kombination aus einem klaren monatlichen Rückgang und erheblichen Revisionen ein deutlich schwächeres Bild der zugrunde liegenden Dynamik am Arbeitsmarkt zeichnet.
Laut dem CME FedWatch Tool sind die Chancen, dass die Fed die Zinsen auf der September-Sitzung unverändert lässt, auf 50% gestiegen, nach 30,4% vor einem Monat.
Im weiteren Verlauf werden sich Anleger auf die US-Verbraucherpreisindex-(VPI)-Daten für Juli sowie die Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Vereinigten Königreichs (UK) für das zweite Quartal und Juni konzentrieren, die am Mittwoch bzw. Donnerstag veröffentlicht werden.

GBP/USD notiert um 1,3501 und hält an einer bullischen kurzfristigen Tendenz fest, da der Spotkurs über dem 20-Perioden-Exponential Moving Average (EMA) bei 1,3429 und der abwärts geneigten Begrenzung des Descending-Triangle-Musters liegt, die bei 1,3455 Unterstützung bietet.
Das Paar wird somit sowohl durch dynamische als auch durch strukturelle Niveaus gestützt, während der Relative Strength Index (14) bei etwa 60 auf ein solides, aber nicht überdehntes bullishes Momentum hindeutet, was darauf schließen lässt, dass die Käufer die kurzfristige Richtung weiterhin kontrollieren.
Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung bei der ehemaligen Widerstandstrendlinie gesehen, die nun als Boden um 1,3455 fungiert, gefolgt vom 20-Perioden-EMA bei 1,3429, wo bei einer Korrektur erneut Dip-Käufer auftauchen könnten. Nach oben könnte das Paar in Richtung 1,3600 vorstoßen, wenn es gelingt, den Anstieg nachhaltig über das Hoch vom 15. Juli bei 1,3558 auszudehnen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Inflationäre oder deflationäre Tendenzen werden erfasst, indem regelmäßig die Preise eines repräsentativen Warenkorbs aus Gütern und Dienstleistungen zusammengezählt und als Verbraucherpreisindex (VPI) dargestellt werden. Diese VPI-Daten werden monatlich erhoben und vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) stellt die Preise im aktuellen Referenzmonat denen desselben Monats des Vorjahres gegenüber. Der VPI gilt als wichtiger Indikator zur Messung der Inflation und der Entwicklung der Kaufkraft. In der Regel wird ein hoher Wert als positiv (bullish) für den US-Dollar (USD) bewertet, während ein niedriger Wert als negativ (bärisch) gilt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Mi Aug. 12, 2026 12:30
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 3.4%
Vorher: 3.5%
Quelle: US Bureau of Labor Statistics
Die US-Notenbank (Fed) verfolgt ein doppeltes Mandat: die Sicherstellung von Preisstabilität und maximaler Beschäftigung. Gemäß diesem Auftrag sollte die Inflation bei etwa 2 % im Jahresvergleich liegen. Doch genau dieser Aspekt stellt seit der Pandemie – die die Weltwirtschaft nachhaltig beeinflusst – die größte Herausforderung für die Zentralbank dar. Der Preisdruck bleibt hoch, da anhaltende Lieferkettenprobleme und Engpässe die Teuerung weiter anheizen. Gleichzeitig verharrt der Verbraucherpreisindex (CPI) auf einem Mehrjahreshoch. Die Fed hat bereits erste Maßnahmen ergriffen, um die Inflation einzudämmen, und wird ihre restriktive Geldpolitik voraussichtlich auch in absehbarer Zukunft beibehalten.