Die Dow Jones-Futures geben um 0,11% nach und notieren während der europäischen Handelsstunden am Dienstag bei rund 54.000. Unterdessen liegen die S&P 500-Futures unverändert bei etwa 7.770 und die Nasdaq-100-Futures legen um 0,12% zu und handeln nahe 29.770.
Die US-Aktienfutures zeigen sich uneinheitlich, da sich Händler angesichts der eskalierenden geopolitischen Spannungen vorsichtig verhalten. Wachsende Sorgen über mögliche Unterbrechungen der Ölversorgung haben Inflationsängste geschürt und zu zunehmenden Spekulationen geführt, dass sich die Federal Reserve (Fed) angesichts eines sich abkühlenden Arbeitsmarkts gezwungen sehen könnte, die Zinsen früher als erwartet anzuheben. Laut dem CME FedWatch Tool sind die marktimpliziten Chancen für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September auf fast 52% gestiegen, nach 44,4% noch am Vortag.
Der Iran hat ausdrücklich weitere Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump ausgeschlossen. Unter Berufung auf iranische Medien und einen Beitrag auf X von Majid Shakeri, einem Berater des Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf, berichten Medien, dass Teheran beabsichtigt, bis zum Ende der aktuellen US-Präsidentschaft am 20. Januar 2029 zu warten, bevor eine Rückkehr an den Verhandlungstisch in Betracht gezogen wird. "Trump wird keine Einigung mit uns erzielen. Wir werden ihn begleiten, bis seine Amtszeit endet," sagte Shakeri.
Das Team um Jim Reid bei der Deutschen Bank stellt fest, dass sich der breitere US-Aktienmarkt abgeschwächt hat, wobei auch der NASDAQ (-0,32%) und der Russell 2000 (-0,56%) an Boden verloren. Sie heben hervor, dass "die Sektoren Energie (+4,63%) und Gesundheitswesen (+1,68%) dazu beitrugen, den Rückgang des S&P 500 zu begrenzen," obwohl der Technologiesektor erneut unter Druck geriet. An der Spitze der Verluste standen Chiphersteller, wobei die Deutsche Bank darauf hinweist, dass "der Philly Semi Index nach seinem +9,25%-Rebound in der vergangenen Woche um -2,94% fiel" und damit eine deutliche Kehrtwende für den Sektor markierte.
Mit Blick nach vorn beobachten Anleger die in dieser Woche anstehenden Inflationsdaten genau, um den nächsten geldpolitischen Schritt der Federal Reserve besser einschätzen zu können. Unterdessen richten Marktteilnehmer im Unternehmensbereich ihre Aufmerksamkeit auf die heute anstehenden Quartalsberichte wichtiger Unternehmen, darunter Cardinal Health, CoreWeave und Super Micro Computer.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.