Der US-Pharmakonzern Bristol Myers Squibb will rund 2,3 Milliarden US-Dollar in einen neuen Produktionsstandort in Houston im Bundesstaat Texas investieren. Auf dem Gelände sollen künftig verschiedene Arten von Medikamenten hergestellt werden. Mit dem Ausbau will das Unternehmen die Produktion neuer Arzneimittel in den USA beschleunigen.
Der neue Campus im Generation Park soll eine Fläche von rund 600.000 Quadratfuß umfassen und zunächst knapp 500 langfristige Arbeitsplätze für qualifizierte Fachkräfte schaffen. Die Anlage ist so konzipiert, dass Produktionskapazitäten und Belegschaft in den kommenden Jahrzehnten weiter ausgebaut werden können.
Die Investition ist Teil eines größeren Programms von Bristol Myers Squibb. Der Konzern hatte angekündigt, innerhalb von fünf Jahren insgesamt 40 Milliarden Dollar in den USA für Forschung und Entwicklung, Technologie sowie den Ausbau der heimischen Produktion auszugeben.
Der Standort in Houston soll modular aufgebaut werden, sodass Produktionskapazitäten entsprechend der aktuellen und künftigen Medikamentenpipeline erweitert oder angepasst werden können. Gleichzeitig will Bristol Myers Squibb dort moderne digitale Technologien einsetzen und seine Fertigungskapazitäten in den Vereinigten Staaten ausbauen.
Geplant ist die Herstellung unterschiedlicher Arzneimitteltypen, darunter niedermolekulare Wirkstoffe, Biologika und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate. Der Standort soll dabei mehrere Krankheitsbereiche abdecken. Vorgesehen ist die Produktion von Medikamenten von der späten Entwicklungsphase bis hin zur Markteinführung und Fertigung der Endprodukte.
Während der Bau- und Anlaufphase rechnet Bristol Myers Squibb zudem mit rund 2.000 Arbeitsplätzen im Baugewerbe und anderen indirekt beteiligten Bereichen. Diese sollen zwischen 2027 und 2030 entstehen, während der neue Standort errichtet und schrittweise in Betrieb genommen wird.