EUR/JPY notiert am Mittwoch geringfügig höher im Bereich von 186,20, da der japanische Yen (JPY) nahe Mehrjahrzehntstiefs unter Druck bleibt. Der Euro (EUR) zeigt sich relativ stabil, da Anleger vor der geldpolitischen Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB) größere Positionen vermeiden.
Es wird erwartet, dass die EZB den Hauptrefinanzierungssatz unverändert bei 2,40% und den Einlagensatz bei 2,25% belässt. Die Zentralbank hatte ihre drei Leitzinsen im Juni um 25 Basispunkte angehoben, weshalb die Pressekonferenz von Präsidentin Christine Lagarde besonders wichtig für Signale zu weiteren geldpolitischen Straffungen ist.
Auch das Verbrauchervertrauen im Euroraum wird beobachtet und dürfte sich im Juli auf -16,8 von -17,7 verbessern. Ein stärkerer Wert und eine hawkische Botschaft der EZB könnten den Euro stützen, während Sorgen über das Wirtschaftswachstum die Gewinne begrenzen könnten.
In Japan richtet sich die Aufmerksamkeit auf den für Freitag angesetzten Bericht zum Verbraucherpreisindex für Juni. Der Kern-VPI ohne frische Lebensmittel dürfte sich von 1,4% auf 1,6% im Jahresvergleich beschleunigen. Die Gesamtinflation lag zuvor bei 1,5%, während der VPI ohne Nahrungsmittel und Energie bei 1,8% verzeichnet wurde.
Eine stärker als erwartete Inflation in Japan könnte die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Bank of Japan untermauern und den Yen stützen. Ein schwächerer Bericht in Kombination mit einer hawkischen Haltung der EZB könnte EUR/JPY jedoch auf erhöhtem Niveau halten.
Auf dem 4-Stunden-Chart notiert EUR/JPY bei 186,17 mit einer bullischen kurzfristigen Tendenz, da das Paar über dem 20-Perioden Simple Moving Average (SMA) bei 185,83 und dem 100-Perioden-SMA bei 185,32 bleibt. Eine enge Häufung nahegelegener horizontaler Marken zwischen 185,91 und 186,07 untermauert diese zugrunde liegende Nachfragezone knapp unter dem aktuellen Kurs, während der Relative Strength Index (RSI) bei 63 ein solides, aber nicht extremes positives Momentum zeigt, was darauf hindeutet, dass das Risiko weiterhin auf weitere Gewinne ausgerichtet bleibt, solange diese Unterstützungen verteidigt werden.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand an der horizontalen Barriere bei 186,19, wobei ein klarer Ausbruch den Weg für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends öffnen würde. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung im Bereich von 186,07–186,04, gefolgt vom vorherigen Reaktionsboden bei 185,91 und dem 20-Perioden-SMA bei 185,83; ein tieferer Pullback würde den 100-Perioden-SMA bei 185,32 freilegen und anschließend die tieferen strukturellen Unterstützungen bei 184,06, 183,82 und 183,67
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