Das Paar NZD/USD hält sich während des asiatischen Handels am Mittwoch nahe 0,5665 auf negativem Terrain. Der neuseeländische Dollar (NZD) bleibt gegenüber dem US-Dollar (USD) nach den chinesischen Wirtschaftsdaten schwach. Der US ISM-Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe wird später am Mittwoch veröffentlicht. Am Donnerstag richtet sich die Aufmerksamkeit auf die US-Arbeitsmarktdaten für Juni.
Von RatingDog am Mittwoch veröffentlichte Daten zeigten, dass der Manufacturing PMI Chinas im Juni auf 51,7 sank, nach 51,8 im Vormonat. Diese Zahl entsprach dem Marktkonsens. Dieser Bericht konnte den China-Proxy Kiwi jedoch nicht stärken, da die Händler ihre Erwartungen an aggressive Zinserhöhungen der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) zurücknahmen.
Die ASB Bank strich ihre Prognose für eine Zinserhöhung im Juli und erwartet nun, dass die RBNZ den offiziellen Leitzins (OCR) bei der bevorstehenden Sitzung im Juli unverändert lässt, gefolgt von stabilen Erhöhungen um 25 Basispunkte ab September, wobei der OCR bis Anfang 2027 bei 3,25 % seinen Höchststand erreichen wird.
Die wichtigsten US-Arbeitsmarktdaten für Juni werden am Donnerstag im Mittelpunkt stehen. Dieser Bericht könnte den Händlern ein besseres Gefühl dafür geben, wie genau die Märkte die Chancen für Zinserhöhungen der Fed in diesem Jahr einpreisen. Die Märkte erwarten im Juni einen Anstieg der Beschäftigung um 110.000 Stellen, während die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum voraussichtlich stabil bei 4,3 % bleiben wird.
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.