Das Paar EUR/USD handelt im europäischen Handel am Freitag leicht niedriger bei rund 1,1567. Das wichtige Währungspaar gibt nach, während sich der US-Dollar (USD) nach dem Rückgang am Donnerstag leicht erholt.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegt der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, 0,13 % höher bei fast 99,80.
Der US-Dollar fiel am Donnerstag stark, nachdem der Präsident der Vereinigten Staaten (US), Donald Trump, angekündigt hatte, bereits angeordnete Militärschläge gegen den Iran abgesagt zu haben, was darauf hindeutet, dass der Deal kurz vor dem Abschluss steht. Die Erklärung von US-Präsident Trump über einen Beitrag auf Truth Social verringerte die Attraktivität von sicheren Häfen.
Auf der Eurozonen-Front hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen um 25 Basispunkte (bps) erhöht und den Einlagensatz auf 2,25 % angehoben. Es wurde erwartet, dass die EZB die Geldpolitik als Reaktion auf die durch die Energiekrise aufgrund der Konflikte im Nahen Osten getriebene höhere Inflation strafft.
Analysten der Deutschen Bank erwarten, dass die EZB im September eine weitere Zinserhöhung vornehmen wird.

EUR/USD handelt leicht niedriger bei rund 1,1567 mit einer kurzfristig bärischen Tendenz, bleibt unter dem 20-Perioden exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 1,1603 und wird weiterhin durch die breitere absteigende Trendstruktur begrenzt. Das Paar bewegt sich innerhalb der durch die zurückeroberte Widerstandstrendlinie definierten Spanne, und der Relative-Stärke-Index (RSI) bei 42 tendiert nach unten, bleibt jedoch über dem überverkauften Bereich, was auf anhaltenden Abwärtsdruck und nicht auf einen Kapitulationsverkauf hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 20-Tage-EMA um 1,1603, mit einer stärkeren Barriere im Bereich des Bruchs der abwärts gerichteten Widerstandstrendlinie nahe 1,1687. Auf der Unterseite ist die Schlüsselzone der Bruchbereich der aufwärts gerichteten Unterstützungstrendlinie um 1,1503, bei dem ein entscheidender Tagesschluss darunter wahrscheinlich den Weg für eine tiefere bärische Ausdehnung in Richtung des Tiefs vom 30. März bei 1,1443 öffnen würde.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.