Das Währungspaar AUD/JPY gewinnt im frühen europäischen Handel am Donnerstag nahe 112,40 an Boden, gestützt durch die hawkische Haltung der Reserve Bank of Australia (RBA). Analysten von Macquarie erklärten, dass die australische Zentralbank den Official Cash Rate (OCR) voraussichtlich nächste Woche unverändert lassen wird, während sie eine hawkische Botschaft vermittelt, die die Markterwartungen für eine Zinserhöhung im August verstärkt.
Dennoch könnte das potenzielle Aufwärtspotenzial des Paares angesichts von Interventionsängsten seitens der japanischen Behörden begrenzt sein. Finanzministerin Satsuki Katayama gab eine verbale Warnung heraus und erklärte, dass die Regierung spekulative Bewegungen überwacht und bereit ist, entschlossene Maßnahmen zu ergreifen, um eine Schwäche der heimischen Währung zu verhindern.
Im Tageschart hält sich AUD/JPY über dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) und behält den breiteren Aufwärtstrend technisch unterstützt bei, trotz des jüngsten Rücksetzers in Richtung des unteren Bollinger Bands bei 112,26. Der Relative Strength Index (14) bei rund 39 tendiert jedoch zu bärischem Momentum, was darauf hindeutet, dass der jüngste Abwärtsdruck noch nicht vollständig abgeklungen ist, obwohl der Kurs an seiner zugrundeliegenden Trendunterstützung festhält.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am mittleren Bollinger Band nahe 113,62, während das obere Band bei 115,00 als nächste Hürde fungiert, falls die Käufer die Kontrolle zurückgewinnen. Auf der Unterseite wird die unmittelbare Unterstützung durch das untere Bollinger Band bei 112,25 verstärkt, gefolgt vom strategisch wichtigeren 100-Tage-SMA bei 111,75, dessen nachhaltiger Bruch auf eine tiefere Korrekturphase innerhalb der breiteren bullischen Struktur hindeuten würde.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.