USD/JPY bleibt nach zwei Gewinn-Tagen unverändert und handelt während der asiatischen Handelszeiten um 160,50. Das Paar bewegt sich kaum, nachdem es am Donnerstag in den frühen Stunden ein Sechs-Wochen-Hoch von 160,56 erreicht hatte, was auf eine mögliche Devisenmarktintervention durch japanische Behörden zurückzuführen sein könnte.
Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte Anfang der Woche, dass die Regierung die Währungsmarktbewegungen genau beobachte. Sie betonte, dass Japans Haltung unverändert bleibe und man bereit sei, bei Bedarf entschlossene Schritte zu unternehmen, um die Marktstabilität zu gewährleisten.
Die Bank of Japan (BoJ) wird allgemein erwartet, nächste Woche die Zinsen anzuheben, da die Entscheidungsträger mit stark steigenden Energiekosten aufgrund des Nahostkonflikts zu kämpfen haben. Die Spannungen eskalierten scharf, nachdem die Islamische Revolutionsgarde Irans (IRGC) die sofortige, vollständige Schließung der Straße von Hormus ankündigte und warnte, dass alle kommerziellen oder Öltanker, die versuchen, die Straße zu passieren, ins Visier genommen würden.
Das Paar USD/JPY könnte weiter zulegen, da der US-Dollar (USD) angesichts der steigenden Nachfrage nach sicheren Häfen durch den anhaltenden Nahostkonflikt Boden gutmachen könnte. Das israelische Militär teilte mit, dass der Home Front Command, der Zweig der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF), der für den Zivilschutz zuständig ist, eine Frühwarnung nach Raketenstarts aus dem Libanon in Richtung Nordisrael herausgegeben hat.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) bestätigte, dass die USA am Mittwoch Luftangriffe im Iran begonnen haben. Zudem warnte Präsident Donald Trump vor schweren militärischen Maßnahmen, falls kein vorläufiges Friedensabkommen zustande komme, und beschuldigte Teheran des Verzögerns. Iranische Offizielle hingegen betonen, dass sie nicht nachgeben werden.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.