Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Martin Schlegel, sagte während der europäischen Handelssitzung am Mittwoch, dass die Zentralbank ihre Bereitschaft zur Intervention am Devisenmarkt erhöht habe. Schlegel äußerte sich bereits am Dienstag ähnlich und sagte: „Die SNB erhöht die Bereitschaft zur Intervention gegen die Aufwertung des Schweizer Frankens (CHF).“
Das globale Wirtschaftswachstum könnte sich vorübergehend etwas verlangsamen, die Unsicherheit ist deutlich höher.
Die Hotelbranche bleibt trotz des Anstiegs des Schweizer Frankens preislich wettbewerbsfähig.
Der mittelfristige Inflationsdruck hat sich in der Schweiz kaum verändert.
Der Schweizer Franken scheint nicht auf die Kommentare von SNB-Präsident Schlegel reagiert zu haben. Der Grund könnte sein, dass sie den Äußerungen vom Dienstag ähneln. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert USD/CHF aufgrund eines stärkeren US-Dollars (USD) um 0,25 % höher bei rund 0,7895.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) steuert die Geldpolitik des Landes und strebt eine jährliche Inflationsrate von unter 2 % an, um Preisstabilität zu gewährleisten.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) legt die Zinssätze fest, um die Preisstabilität zu gewährleisten. Wenn die Inflation über das Ziel hinausgeht, erhöht die SNB die Zinsen, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinsen stärken den Schweizer Franken (CHF), während niedrigere Zinsen ihn schwächen.
Die SNB greift zudem regelmäßig in den Devisenmarkt ein, um eine übermäßige Aufwertung des Schweizer Frankens zu verhindern, da ein starker Franken die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Schweizer Wirtschaft belastet. Zwischen 2011 und 2015 führte die SNB sogar eine feste Bindung des Frankens an den Euro ein, um dessen Aufwertung zu stoppen. Heute interveniert die Bank, indem sie ihre umfangreichen Devisenreserven nutzt, um Fremdwährungen wie den US-Dollar oder den Euro zu kaufen. In Zeiten hoher Inflation, insbesondere getrieben durch steigende Energiepreise, verzichtet die SNB jedoch auf Eingriffe, da ein starker Franken die Energieimporte verbilligt und so den Inflationsdruck auf Schweizer Haushalte und Unternehmen mildert.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) überprüft viermal jährlich, im März, Juni, September und Dezember, ihre geldpolitische Ausrichtung. Dabei veröffentlicht sie auch eine mittelfristige Inflationsprognose, die in den darauffolgenden Monaten das geldpolitische Umfeld maßgeblich prägen kann.