AUD/JPY Kursprognose: Schwächt sich bis nahe 113,50 ab, aber der breitere Aufwärtstrend bleibt intakt

Quelle Fxstreet
  • AUD/JPY gibt im frühen europäischen Handel am Freitag auf rund 113,50 nach. 
  • Überraschender Anstieg der australischen Arbeitslosenquote gibt der RBA mehr Gründe, eine weitere Zinserhöhung bei der Juni-Sitzung zu verschieben. 
  • Die konstruktive Aussichten für das Währungspaar bleiben oberhalb des 100-Tage-EMA bestehen, mit neutralem bis leicht bullischem RSI-Momentum. 
  • Die erste Aufwärtsbarriere liegt bei 113,65; die anfängliche Unterstützung ist bei 112,50 zu beobachten. 

Das Währungspaar AUD/JPY handelt im frühen europäischen Handel am Freitag im negativen Bereich um 113,50. Der Australische Dollar (AUD) schwächt sich gegenüber dem Japanischen Yen (JPY) ab, da die Märkte die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen der Reserve Bank of Australia (RBA) nach einem überraschenden Anstieg der Arbeitslosenquote reduzieren. 

Die australische Arbeitslosenquote stieg im April auf 4,5 % von 4,3 % im März, wie das Australian Bureau of Statistics am Donnerstag mitteilte. Dieser Wert ist der höchste seit etwa viereinhalb Jahren. Der Bericht gibt der australischen Zentralbank mehr Gründe, bei ihrer nächsten Sitzung im Juni von einer vierten Zinserhöhung abzusehen, was den Aussie belasten könnte. 

Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung sank laut den von Westpac bereitgestellten Finanzmarktdaten von 13 % vor der Veröffentlichung des Beschäftigungsberichts auf nur noch 3 %.

Andererseits könnten schwächere japanische Inflationsdaten den JPY belasten und als Rückenwind für das Währungspaar wirken. Der nationale Verbraucherpreisindex (VPI) Japans stieg im April im Jahresvergleich um 1,4 % gegenüber 1,5 % im März, wie das japanische Statistikamt am Freitag bekanntgab. 

Unterdessen stieg der Kern-VPI Japans im April im Jahresvergleich um 1,4 % und verzeichnete damit das langsamste jährliche Wachstum seit vier Jahren.

Chart Analysis AUD/JPY

Technische Analyse:

Im Tages-Chart hält AUD/JPY komfortabel über dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 110,70 und bewahrt trotz des jüngsten Rücksetzers von den jüngsten Höchstständen die konstruktive Grundtendenz. Der Kurs handelt nun knapp unter der 20-Tage-SMA-Basislinie der Bollinger-Bänder, was darauf hindeutet, dass das Aufwärtsmomentum zwar verlangsamt, aber nicht gebrochen ist, während der Relative Strength Index (14) nahe 51 auf ein neutrales bis leicht positives Momentum und nicht auf überkaufte Bedingungen hinweist.

Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am mittleren Bollinger-Band bei rund 113,65; ein Ausbruch darüber würde den Weg in Richtung des Hochs vom 14. Mai bei 114,66 öffnen. Die nächste Hürde wird am oberen Bollinger-Band nahe 114,83 gesehen. Auf der Unterseite zeigt sich die erste Unterstützung am unteren Bollinger-Band bei etwa 112,50, gefolgt vom Tief vom 13. April bei 111,66. Die entscheidende Trendunterstützung befindet sich am 100-Tage-SMA nahe 110,70, wo Käufer bei tieferen Rücksetzern voraussichtlich den vorherrschenden Aufwärtstrend verteidigen werden.

(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.


Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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