GBP/USD setzt seine Verluste am zweiten Tag in Folge fort und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Mittwoch um 1,3390. Das Währungspaar wertet ab, da der US-Dollar (USD) durch eine erhöhte Risikoaversion infolge des Nahostkonflikts unterstützt wird.
Bloomberg berichtete am Dienstag, dass US-Präsident Donald Trump kürzlich damit gedroht hat, die Angriffe auf den Iran in zwei oder drei Tagen wieder aufzunehmen, um eine Einigung zur Beendigung des Krieges zu erzwingen. Dies erfolgte nach einer kurzen Pause der geplanten Feindseligkeiten infolge eines neuen Vorschlags Teherans zur Beendigung des US-israelischen Konflikts. Unterdessen erklärte ein iranischer Beamter, dass die US-Drohung mit einem massiven Angriff entschlossen beantwortet werde und dass der Iran vollständig darauf vorbereitet sei, jegliche militärische Aggression zu konfrontieren.
Die Präsidentin der Federal Reserve Bank of Philadelphia, Anna Paulson, stellte fest, dass die aktuelle Geldpolitik leicht restriktiv sei, was dazu beitrage, den Inflationsdruck in Schach zu halten und gleichzeitig einen stabilen Arbeitsmarkt zu bewahren. Paulson wies darauf hin, dass der derzeitige Leitzins geeignet sei, den Inflationsdruck nach unten zu drücken, wobei eine angemessene Zinserhöhung möglich bleibe, falls das Wirtschaftswachstum das Potenzial übersteige oder neue Inflationsrisiken auftauchten.
Die Arbeitslosenquote im Vereinigten Königreich stieg leicht auf 5 % in den drei Monaten bis März gegenüber 4,9 % in den drei Monaten bis Februar. Analysten wiesen darauf hin, dass diese Zahlen die ersten Auswirkungen des Nahostkriegs auf den Arbeitsmarkt zeigen und warnten, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften voraussichtlich weiter schwächen wird, je länger der Konflikt andauert.
Das britische Pfund (GBP) bleibt aufgrund des Anstiegs der Arbeitslosigkeit im Vereinigten Königreich in Verbindung mit einem verlangsamten Lohnwachstum gedämpft, was der Bank of England (BoE) mehr Zeit verschafft, die Lage zu beurteilen. Folglich haben die Entscheidungsträger mehr Flexibilität, um zu entscheiden, ob die Zinssätze erhöht werden müssen, um die Inflation einzudämmen.
Politisch entspannten sich die fiskalischen Bedenken leicht, nachdem Andy Burnham, der Favorit unter den potenziellen Herausforderern von Premierminister Keir Starmer, eine Änderung der staatlichen Kreditaufnahmegrenzen ausschloss. Seine Äußerungen milderten die Befürchtungen der Investoren hinsichtlich einer lockereren Fiskalpolitik. Unterdessen betonte Premierminister Starmer, dass er nicht zurücktreten werde, selbst wenn Burnham die bevorstehende Nachwahl gewinnt, was die Bühne für einen möglichen Führungswettstreit innerhalb der Regierung bereitet.