Das Währungspaar AUD/JPY notiert am frühen Freitag im europäischen Handel im positiven Bereich um 113,20. Ein möglicher Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran verbessert die Risikostimmung und unterstützt den Australischen Dollar (AUD) gegenüber dem Japanischen Yen (JPY). Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump wartet auf eine Antwort Irans auf ihren Vorschlag, die Straße von Hormus wieder zu öffnen und den Krieg zu beenden.
Andererseits könnten Befürchtungen weiterer Interventionen seitens der japanischen Behörden dazu beitragen, die Verluste des JPY zu begrenzen. Reuters berichtete am Freitag unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle, dass japanische Beamte während der Feiertage Anfang Mai am Devisenmarkt intervenierten, nachdem sie am 30. April Yen-Kaufoperationen durchgeführt hatten. Die Quelle sagte: „Die Intervention seit Anfang Mai wurde zeitlich so gelegt, dass sie mit der Feiertagsperiode zusammenfiel, in der die Marktliquidität dünn war.“
Im Tages-Chart zeigt AUD/JPY eine konstruktive kurzfristige Tendenz, da es deutlich über dem 100-Tage-Exponential Moving Average (EMA) notiert, während die Bollinger-Bänder (20) eine Konsolidierung des Preises in der oberen Hälfte der Bandbreite anzeigen. Der Relative Strength Index (14) bei 52 hält einen neutral-bis-positiven Ton, was darauf hindeutet, dass der Aufwärtsdruck sich abschwächt, aber noch nicht umkehrt.
Auf der Oberseite zeigt sich der erste Widerstand am mittleren Bollinger-Band, dem 20-Tage Simple Moving Average nahe 113,65, vor dem jüngsten Hoch des oberen Bollinger-Bands bei etwa 114,75. Auf der Unterseite bietet das untere Bollinger-Band bei 112,50 die erste Unterstützungslinie. Die wichtige Marke, die zu beobachten ist, liegt bei der psychologischen Marke von 100,00, wobei der bedeutendere dynamische Boden beim 100-Tage-EMA um 109,65 liegt, dessen Durchbruch notwendig wäre, um die vorherrschende bullische Struktur zu untergraben.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.