Das Paar EUR/USD handelt während der asiatischen Sitzung am Freitag mit einer leicht positiven Tendenz im Bereich von 1,1730 bis 1,1735 und scheint vorerst den moderaten Rückgang des Vortags gestoppt zu haben. Der Anstieg fehlt jedoch an bullischer Überzeugung, da die Unsicherheit über einen US-Iran-Friedensdeal dem US-Dollar (USD) Rückenwind verleiht und die Spotpreise begrenzt, während Händler gespannt auf die vielbeachteten US-Arbeitsmarktdaten warten.
Der im Volksmund als Nonfarm Payrolls (NFP) bekannte Bericht könnte die Markterwartungen hinsichtlich des geldpolitischen Ausblicks der US-Notenbank (Fed) beeinflussen und die Nachfrage nach dem USD antreiben. In der Zwischenzeit halten erneute Feindseligkeiten in der Straße von Hormus die jüngste Zuversicht über eine Deeskalation des US-Iran-Konflikts in Schach und stützen den Status des USD als Reservewährung. Dies wiederum hindert die EUR/USD-Bullen daran, neue Wetten einzugehen.
Die jüngste Aufwärtsbewegung der letzten zwei Wochen oder so ist auf einen aufsteigenden Kanal beschränkt. Zudem hält sich das Paar EUR/USD über dem 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart, was eine konstruktive kurzfristige Tendenz bestätigt, während die bullishe Struktur intakt bleibt. Der Relative Strength Index (RSI) liegt jedoch knapp unter 50, was auf konsolidierende statt überdehnte Bedingungen hindeutet.
Hinzu kommt, dass der aktuelle Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Wert leicht negativ geworden ist, was auf nachlassendes Aufwärtsmomentum hinweist, obwohl die Kursentwicklung weiterhin durch den Trend unterstützt wird. Daher könnte jede weitere Aufwärtsbewegung auf den ersten Widerstand an der oberen Begrenzung des Trendkanals bei etwa 1,1802 stoßen. Ein entscheidender Ausbruch darüber würde den Weg für eine stärkere bullishe Fortsetzung ebnen.
Auf der Unterseite findet sich unmittelbare Unterstützung am jüngsten Kursdrehpunkt um 1,1730, gefolgt von der unteren parallelen Begrenzung bei 1,1693. Ein anhaltender Rückgang durch diese Zone würde den 200-Perioden-SMA bei 1,1670 als nächste wichtige Nachfragestufe freilegen und das Risiko einer tieferen Korrekturphase innerhalb der Kanalstruktur erhöhen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die Nonfarm Payrolls (NFP) sind ein zentraler Bestandteil des monatlichen Arbeitsmarktberichts des US-amerikanischen Bureau of Labor Statistics. Dieser Indikator misst die Veränderung der Beschäftigtenzahl im Vormonat, ausgenommen der Landwirtschaft, und gilt als entscheidender Wirtschaftsindikator für die US-Wirtschaft.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) können die Entscheidungen der Federal Reserve beeinflussen, da sie ein Maß dafür bieten, wie erfolgreich die Fed ihr Mandat erfüllt, nämlich die Förderung von Vollbeschäftigung und einer Inflationsrate von 2 %. Ein relativ hoher NFP-Wert bedeutet, dass mehr Menschen beschäftigt sind, mehr Geld verdienen und wahrscheinlich mehr ausgeben. Ein niedriger Wert könnte darauf hindeuten, dass Menschen Schwierigkeiten haben, Arbeit zu finden. Die Fed erhöht in der Regel die Zinsen, um hohe Inflation zu bekämpfen, die durch niedrige Arbeitslosigkeit entsteht, und senkt sie, um einen stagnierenden Arbeitsmarkt anzukurbeln.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) zeigen eine enge Korrelation mit dem US-Dollar. Höhere als erwartete Beschäftigungszahlen führen in der Regel zu einem Anstieg des Dollars, während schwächere Zahlen ihn unter Druck setzen. NFP-Daten beeinflussen den Dollar, da sie Hinweise auf Inflation, geldpolitische Entscheidungen und Zinserwartungen geben. Ein starker NFP-Bericht signalisiert, dass die Federal Reserve ihre straffe Geldpolitik fortsetzen könnte, was den Dollar stützt.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) stehen häufig in einer umgekehrten Beziehung zum Goldpreis. Steigen die Beschäftigungszahlen stärker als erwartet, wirkt sich dies in der Regel negativ auf den Goldpreis aus. Das liegt daran, dass ein Anstieg der NFP häufig den US-Dollar stärkt, und da Gold in US-Dollar gehandelt wird, wird es teurer, weniger Dollar für den Kauf einer Unze Gold zu benötigen. Zusätzlich sinkt bei höheren Zinsen, die oft von steigenden NFP unterstützt werden, die Attraktivität von Gold als Anlage im Vergleich zu Bargeld, das Zinsen abwirft.
Die Nonfarm Payrolls sind nur ein Teil eines umfassenderen Arbeitsmarktberichts und können von anderen Faktoren in den Hintergrund gedrängt werden. Oft kommt es vor, dass der Markt höhere als erwartete NFP-Zahlen ignoriert, wenn die durchschnittlichen Wochenverdienste gleichzeitig enttäuschen. In solchen Fällen wird der potenziell inflationstreibende Effekt der Hauptzahlen durch den Rückgang der Verdienste als deflationäres Signal gewertet. Auch die Erwerbsquote und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit können die Marktreaktion beeinflussen, allerdings nur in außergewöhnlichen Situationen wie der „Great Resignation“ oder der globalen Finanzkrise.