Das Währungspaar GBP/USD verzeichnet während der asiatischen Handelsstunden am Freitag moderate Gewinne um 1,3560. Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zur Beendigung des Nahostkonflikts schwächen den US-Dollar (USD) als sicheren Hafen. Die US-Arbeitsmarktdaten für April werden später am Freitag im Mittelpunkt stehen.
US-Präsident Donald Trump sagte, dass ein Waffenstillstand mit Iran trotz neuer militärischer Zusammenstöße in und um die Straße von Hormus weiterhin besteht und warnte laut CNN, dass es offensichtlich wäre, wenn der Waffenstillstand vorbei wäre.
Die Trump-Administration wartet darauf, dass Iran auf ihren Vorschlag reagiert, die wichtige Wasserstraße wieder zu öffnen und den Krieg zu beenden. Die wachsende Zuversicht hinsichtlich eines möglichen US-iranischen Friedensabkommens könnte den USD kurzfristig nach unten ziehen und dem wichtigen Währungspaar Rückenwind verleihen.
Die Händler werden den mit Spannung erwarteten Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht genau beobachten. Der Marktkonsens schätzt 62.000 neue Arbeitsplätze im April. Dies wäre ein deutlicher Rückgang gegenüber den 178.000 im März hinzugefügten Stellen. Zudem wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 % bleibt.
Die Bank of England (BoE) entschied sich bei der letzten Sitzung, den Leitzins wie weithin erwartet unverändert bei 3,75 % zu belassen und präsentierte einen Szenariorahmen, der Zinserhöhungen für angemessen hält, jedoch auf eine Vorfestlegung verzichtet. BoE-Gouverneur Andrew Bailey warnte vor einer „kraftvollen Straffung“, falls die Energieschocks durch den Nahostkonflikt die Inflation weiter antreiben.
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.