USD/CAD depreciates nach zwei Gewinnertagen und wird während der asiatischen Handelszeiten am Freitag bei rund 1,3660 gehandelt. Das Paar schwächt sich ab, da der US-Dollar (USD) angesichts der verbesserten Marktstimmung infolge der Deeskalation der erneuten Spannungen im Nahen Osten nachgibt. Separate Erklärungen aus Israel und Iran deuteten darauf hin, dass die Feindseligkeiten vorerst nachgelassen haben. US-Präsident Donald Trump erklärte zudem, dass der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran intakt bleibt.
Die Verluste im USD/CAD-Paar könnten jedoch begrenzt bleiben, da der rohstoffsensible Kanadische Dollar (CAD) ebenfalls unter Druck geraten könnte aufgrund sinkender Ölpreise. Es ist wichtig zu beachten, dass Kanada der größte Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US) ist.
Die Preise für West Texas Intermediate (WTI)-Rohöl geben nach, nachdem sie in der vorherigen Sitzung moderate Gewinne verzeichnet hatten, und werden zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei etwa 92,70 USD pro Barrel gehandelt. Die Rohölpreise sanken, da die nachlassenden Spannungen zwischen den USA und Iran die Befürchtungen über mögliche Versorgungsunterbrechungen verringerten.
Die Ölpreise waren zuvor gestiegen, nachdem erneute Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran aufgeflammt waren. Das US-Militär teilte mit, dass es am Donnerstag Vergeltungsschläge auf iranische Ziele durchgeführt habe, wobei der Fokus auf Stätten lag, die angeblich mit Angriffen auf US-Streitkräfte in Verbindung stehen.
Der Kanadische Dollar blieb zudem unter Druck angesichts der Erwartungen an eine dovishe Haltung der Bank of Canada (BoC). Die jüngsten BIP-Zahlen deuteten auf eine wirtschaftliche Verlangsamung nach Ausbruch des Konflikts hin, was die vorsichtige Guidance der BoC untermauerte, da die Entscheidungsträger weiterhin das Wirtschaftswachstum priorisieren, während der Inflationsdruck begrenzt bleibt.
Die Händler warten nun auf die kanadischen Beschäftigungsdaten, die am Freitag veröffentlicht werden. Ökonomen erwarten, dass Kanada im April 15.000 Arbeitsplätze hinzufügt, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich stabil bei 6,7 % bleibt.
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.