Der EUR/GBP notiert am Donnerstag unverändert, da Händler vor den Ergebnissen der Kommunalwahlen im Vereinigten Königreich vorsichtig bleiben und gleichzeitig die Aussichten auf ein mögliches US-Iran-Abkommen zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten bewerten. Zum Zeitpunkt der Erstellung wird das Währungspaar bei rund 0,8641 gehandelt und bleibt innerhalb seiner einwöchigen Spanne, da die verbesserte globale Risikostimmung die politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich ausgleicht.
Umfragen deuten darauf hin, dass die Labour-Partei von Premierminister Keir Starmer bei den Kommunalwahlen schwere Verluste erleiden könnte. Dieses Ergebnis könnte die politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich erhöhen und das Britische Pfund (GBP) belasten.
Unterdessen hat auch der Euro (EUR) Schwierigkeiten, an Boden zu gewinnen, da die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und der daraus resultierende Anstieg der Ölpreise die Erwartungen schüren, dass die Zentralbanken die Zinssätze anheben müssen. Dies könnte die Zinsdifferenz zwischen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England (BoE), die derzeit bei 2,15 % bzw. 3,75 % liegt, weiter vergrößern und dem Britischen Pfund Unterstützung bieten.
Vor diesem Hintergrund bleibt die breitere Tendenz im EUR/GBP nach unten gerichtet, wobei auch der technische Ausblick eine bärische Neigung zeigt. Die bevorstehenden Ergebnisse der Kommunalwahlen im Vereinigten Königreich könnten jedoch das Pfund belasten und die Abwärtsbewegung im Währungspaar begrenzen.

Im Tageschart behält der EUR/GBP eine kurzfristig bärische Tendenz bei, da der Kurs unter dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) und dem 200-Tage-SMA notiert. Das Scheitern des Paares, diese mittel- und langfristigen Durchschnitte zurückzuerobern, deutet darauf hin, dass Aufwärtsbewegungen vorerst begrenzt bleiben dürften, während der Relative Strength Index (RSI) bei etwa 40 und ein leicht negatives Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Histogramm darauf hinweisen, dass das Abwärtsmomentum, wenn auch nicht extrem, weiterhin die Verkäufer bevorzugt.
Auf der Oberseite zeigt sich der erste Widerstand am 100-Tage-SMA nahe 0,8687, gefolgt vom 200-Tage-SMA bei rund 0,8703, wo ein Tagesschlusskurs darüber erforderlich wäre, um die derzeitige bärische Struktur zu lockern. Bis diese Niveaus zurückerobert werden, spricht die technische Tendenz für eine weitere Konsolidierung oder eine leichte Abwärtsbewegung, wobei Händler wahrscheinlich in Aufwärtsbewegungen verkaufen, solange die Momentum-Oszillatoren gedämpft bleiben. Auf der Unterseite zeigt sich die nächste bedeutende Unterstützung auf der psychologischen Marke von 0,8600, deren Unterschreitung weitere Verluste auslösen könnte.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.