NZD/USD notiert am Dienstag zum Zeitpunkt der Niederschrift um 0,5900, ein Tagesplus von 0,20%, und setzt damit seine Erholung von den am Montag verzeichneten Tiefständen nahe 0,5850 fort. Die Aufwärtsbewegung des Paares spiegelt hauptsächlich die Stärke des neuseeländischen Dollars (NZD) wider, gestützt durch stärkere inländische Inflationsdaten, während der US-Dollar (USD) durch gemischte makroökonomische Signale eingeschränkt bleibt.
Die neuesten Daten zeigen, dass die Inflation in Neuseeland, gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI), im ersten Quartal um 0,9% QoQ gestiegen ist, womit die Markterwartungen von 0,8% übertroffen und die Zunahme von 0,6% im Vorquartal beschleunigt wurde. Auf Jahresbasis blieb die Inflation mit 3,1% stabil, über der Prognose von 2,9%, was bestätigt, dass der Preisdruck weiterhin anhält.
Diese Zahlen halten die Inflation leicht über dem Zielbereich der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) von 1% bis 3% und verstärken die Spekulationen über eine mögliche Straffung der Geldpolitik in den kommenden Monaten. Mehrere Marktteilnehmer rechnen nun mit einer potenziellen Zinserhöhung bereits auf der Sitzung im Mai, was dem Kiwi kurzfristig Unterstützung bietet.
Analysten der Commerzbank zufolge könnte eine Zinserhöhung tatsächlich vorübergehend den neuseeländischen Dollar stützen. Die Bank weist jedoch darauf hin, dass Stagflationsrisiken, insbesondere im Zusammenhang mit steigenden Energiepreisen, die Wachstumsaussichten belasten und das mittelfristige Aufwärtspotenzial des NZD begrenzen könnten.
Auf globaler Ebene hat sich die Risikoappetit leicht verbessert, nachdem Berichte auf eine mögliche Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran hindeuteten, obwohl die Unsicherheit hinsichtlich des Zeitpunkts und der Glaubwürdigkeit dieser Verhandlungen hoch bleibt. Diese relative Entspannung der Spannungen begünstigt tendenziell risikosensitive Währungen wie den Kiwi.
Unterdessen pendelt der US-Dollar-Index (DXY), der die Performance des US-Dollars gegenüber einem Korb von sechs Hauptwährungen misst, um 98,30. Die Anleger bewerten die neuesten US-Daten, darunter die Einzelhandelsumsätze im März, die um 1,7% MoM gestiegen sind und die Erwartungen übertrafen. Trotz der Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft reichten diese Zahlen nicht aus, um das Aufwärtsmomentum des Greenbacks vollständig wiederzubeleben.
Die Märkte beobachten auch aufmerksam die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten, da der vorübergehende Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran seinem Ablaufdatum entgegengeht. US-Präsident Donald Trump deutete an, dass Washington für militärische Maßnahmen bereit ist, falls die Verhandlungen scheitern, was ein hohes Maß an Unsicherheit auf den globalen Märkten aufrechterhält.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.30% | 0.16% | 0.35% | -0.03% | 0.18% | -0.24% | 0.23% | |
| EUR | -0.30% | -0.13% | 0.06% | -0.33% | -0.11% | -0.54% | -0.05% | |
| GBP | -0.16% | 0.13% | 0.19% | -0.18% | 0.02% | -0.41% | 0.06% | |
| JPY | -0.35% | -0.06% | -0.19% | -0.37% | -0.18% | -0.63% | -0.14% | |
| CAD | 0.03% | 0.33% | 0.18% | 0.37% | 0.19% | -0.26% | 0.24% | |
| AUD | -0.18% | 0.11% | -0.02% | 0.18% | -0.19% | -0.45% | 0.05% | |
| NZD | 0.24% | 0.54% | 0.41% | 0.63% | 0.26% | 0.45% | 0.49% | |
| CHF | -0.23% | 0.05% | -0.06% | 0.14% | -0.24% | -0.05% | -0.49% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.