Das Währungspaar AUD/JPY gibt im frühen europäischen Handel am Dienstag auf rund 113,95 nach. Der Japanische Yen (JPY) gewinnt gegenüber dem Australischen Dollar (AUD) an Stärke, da die Märkte vor möglichen US-Iran-Friedensgesprächen vorsichtiger werden.
Bloomberg berichtete am Dienstag, dass der US-Vizepräsident JD Vance später am Montag nach Pakistan reisen wird, um die Verhandlungen „entweder Dienstagabend oder Mittwochmorgen“ wieder aufzunehmen. Vance wird voraussichtlich von Jared Kushner und dem Sondergesandten Steve Witkoff begleitet.
Das Schicksal der Iran-Friedensgespräche bleibt ungewiss, da US-Präsident Donald Trump am Dienstag zuvor erklärte, dass er die zweiwöchige Waffenruhe mit Iran wahrscheinlich nicht verlängern werde, was den Druck auf die Verhandlungsführer erhöht, eine Einigung zur Beendigung des Krieges zu erzielen.
Händler werden die Entwicklungen im Nahen Osten und die US-Iran-Verhandlungen genau beobachten. Jegliche Anzeichen eines verlängerten Konflikts könnten eine sichere Hafenwährung wie den Japanischen Yen (JPY) stärken und das Währungspaar belasten.
Im Tageschart behält AUD/JPY eine kurzfristig bullische Tendenz bei, da der Kurs deutlich über dem 20-Tage-Bollinger-Simple Moving Average und dem 100-Tage-Exponential Moving Average (EMA) notiert, was einen fest unterstützten Aufwärtstrend unterstreicht. Das obere Bollinger-Band markiert die unmittelbare obere Begrenzung, während der Relative Strength Index (14) bei 67,56 knapp unter dem überkauften Bereich liegt, was auf ein starkes, aber bereits ausgedehntes Aufwärtsmomentum hindeutet.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung am mittleren Bollinger-Band bei rund 111,75, wo eine Korrektur Kaufinteresse wecken könnte. Eine tiefere Korrektur würde die nächste Nachfragezone um den 100-Tage-EMA bei 108,51 und das untere Bollinger-Band bei 108,41 freilegen. Auf der Oberseite würde ein nachhaltiger Ausbruch über das obere Band bei 115,10 den Weg für weitere Gewinne öffnen, obwohl das überdehnte Momentum darauf hindeutet, dass die Aufwärtsdynamik vor dieser Barriere nachlassen könnte.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.