Der Indische Rupie (INR) wird am Dienstag zu Handelsbeginn gegenüber dem US-Dollar (USD) niedriger gehandelt. Das Paar USD/INR steigt auf nahe 93,35, da die indische Währung unter Verkaufsdruck gerät, nachdem die Reserve Bank of India (RBI) teilweise Maßnahmen zurückgenommen hat, die darauf abzielten, die Auswirkungen einseitiger übermäßiger Bewegungen gegen die heimische Währung zu verringern.
Am späten Montag kündigte die RBI an, dass sie Beschränkungen für staatliche Banken aufgehoben hat, die diese daran hinderten, Nicht-Lieferbare Termingeschäfte (NDFs) für inländische und ausländische Nutzer anzubieten, und hob Beschränkungen auf, die Nutzer daran hinderten, Devisenderivate neu zu buchen, berichtet Reuters.
Die Risikobereitschaft der Finanzmarktteilnehmer hat sich deutlich verbessert, da Iran zugestimmt hat, mit den Vereinigten Staaten (USA) an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um Gespräche über einen dauerhaften Waffenstillstand wieder aufzunehmen.
Ein Bericht des Wall Street Journal (WSJ) zeigt, dass Iran regionalen Vermittlern mitgeteilt hat, dass es am Dienstag ein Verhandlungsteam nach Islamabad schicken werde für die zweite Gesprächsrunde mit den USA. Eine offizielle Bestätigung aus Teheran liegt jedoch nicht vor.
Washington hatte bereits bestätigt, dass Vizepräsident (VP) JD Vance nach Islamabad reist und das Verhandlungsteam mit Teheran leiten wird, wobei die Gespräche voraussichtlich entweder am Dienstagabend oder Mittwochmorgen stattfinden werden.
Am Montag kehrte sich die Marktstimmung in Richtung Risikoaversion, nachdem Iran sich weigerte, erneut mit den USA zu verhandeln, und diese beschuldigte, die Bedingungen des Waffenstillstands verletzt zu haben. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, sagte, dass es "derzeit keinen Plan für eine zweite Verhandlungsrunde mit den USA gibt."
Während die Stärke der globalen Märkte das Vertrauen widerspiegelt, dass die USA und Iran bald zu einem dauerhaften Waffenstillstand führen werden, bleibt die Stimmung der ausländischen Investoren gegenüber dem indischen Aktienmarkt weiterhin verhalten.
Am Montag blieben ausländische institutionelle Investoren (FIIs) Nettoverkäufer am indischen Aktienmarkt, nachdem sie im Zeitraum 15. bis 17. April leicht zugekauft hatten. FIIs verkauften am ersten Handelstag der Woche Aktien im Wert von 1.059,53 Crore Rupien. In den letzten drei Handelstagen der Vorwoche kauften FIIs Aktien im Wert von 1.731,71 Crore Rupien (durchschnittlich 577,24 Crore Rupien).
Im Dienstagshandel richten Anleger ihren Fokus auf die Anhörung von Kevin Warsh, dem von US-Präsident Donald Trump nominierten neuen Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed), sowie auf die US-Einzelhandelsumsätze für März, die um 12:30 GMT veröffentlicht werden.
Die Einzelhandelsumsätze, ein wichtiger Indikator für die Konsumausgaben, werden voraussichtlich im Monatsvergleich um 1,4 % gegenüber dem Wert von 0,6 % im Februar gestiegen sein. Anleger werden die Daten beobachten, um Hinweise auf die Gesamtnachfrage der Haushalte zu erhalten.

USD/INR wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei etwa 93,35 gehandelt. Der kurzfristige Ton des Paares wird bullish, da es über den 20-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) zurückkehrt, der bei 93,08 liegt.
Der Relative-Stärke-Index (14) schwankt weiterhin innerhalb der Zone von 40,00 bis 60,00 und spiegelt einen Seitwärtstrend wider.
Nach oben könnte der Kurs eine weitere Erholung in Richtung 94,00 versuchen, wenn es gelingt, sich fest über dem 20-Tage-EMA zu halten. Auf der Unterseite könnte der Preis zum Hoch vom 3. März bei 92,46 zurückkehren, falls er den Durchschnitt nicht halten kann.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.