Das Unternehmen Strategy hat in der vergangenen Woche 34.164 Bitcoin (BTC) im Wert von 2,54 Milliarden US-Dollar erworben. Damit handelt es sich um den größten Zukauf seit November und zugleich um den drittgrößten Wochenerwerb in der Unternehmensgeschichte.
Durch die Transaktion steigen die gesamten Bestände auf 815.061 Bitcoin mit einem kumulierten Kaufpreis von 61,56 Milliarden US-Dollar, wie aus einer am Montag bei der US Securities and Exchange Commission eingereichten Mitteilung hervorgeht. Damit hält das Unternehmen nun rund vier Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots.
Finanziert wurde der Kauf überwiegend durch Erlöse aus dem Verkauf von Aktien im Rahmen eines sogenannten At-the-Market-Programms (ATM). Dazu zählten unter anderem Verkäufe von variabel verzinsten Vorzugsaktien der Serie A (STRC) sowie Stammaktien der Klasse A (MSTR). Das ATM-Programm für STRC und MSTR diente dabei als zentrales Instrument zur Finanzierung der jüngsten Zukäufe.
Bereits am Freitag hatte das Unternehmen angekündigt, den Dividendenrhythmus für die STRC-Vorzugsaktien von monatlich auf halbmonatlich umzustellen. Ziel der Anpassung sei es, Verzögerungen bei der Wiederanlage zu verringern, die Liquidität zu verbessern, die Markteffizienz zu erhöhen und die Preisstabilität für STRC-Anleger zu stärken.
Sofern die Aktionäre auf der Hauptversammlung im Juni zustimmen, soll die neue Regelung mit der ersten halbmonatlichen Ausschüttung am 15. Juli in Kraft treten. Maßgeblicher Stichtag wäre der 30. Juni.
Der jüngste Bitcoin-Zukauf von Strategy erfolgt vor dem Hintergrund einer wieder anziehenden institutionellen Nachfrage nach börsengehandelten Produkten. Laut einem Wochenbericht von CoinShares flossen in der vergangenen Woche rund eine Milliarde US-Dollar in Bitcoin-Produkte.
Das entspricht etwa 71 Prozent der gesamten Zuflüsse in Krypto-Anlageprodukte, die sich im selben Zeitraum auf 1,4 Milliarden US-Dollar beliefen. Der Forschungsleiter von CoinShares, James Butterfill, erklärte, dies sei die stärkste Entwicklung seit Januar gewesen, begünstigt durch nachlassende geopolitische Spannungen sowie aktuelle Inflationsdaten aus den USA.
Die Kapitalzuflüsse erfolgen vor dem Hintergrund breiterer geopolitischer Entwicklungen rund um Bitcoin. Die führende Kryptowährung überschritt am Freitag kurzzeitig die Marke von 76.000 US-Dollar, nachdem der Iran die Straße von Hormus geöffnet hatte. Im Verlauf des Wochenendes gab der Kurs jedoch wieder in Richtung 75.000 US-Dollar nach.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte Bitcoin bei 75.800 US-Dollar und lag damit binnen 24 Stunden um 0,9 Prozent im Plus.