Die Strategen Sim Moh Siong und Christopher Wong von OCBC betonen, dass Gold weiterhin eng mit der Risikostimmung an den Märkten verknüpft bleibt. Geopolitische Entwicklungen am Wochenende hätten die Risikobereitschaft gedämpft. Die Experten sehen den Goldpreis derzeit in einer Konsolidierungsphase nahe dem aktuellen Niveau. Widerstände verorten sie im Bereich von 4.850 bis 4.900 Dollar, während Unterstützungen bei 4.714 sowie zwischen 4.650 und 4.670 Dollar liegen. Kurzfristig dürfte die Richtung des Goldpreises maßgeblich vom Verlauf der Waffenstillstandsverhandlungen abhängen. Rücksetzer bleiben aus ihrer Sicht Kaufgelegenheiten.
„Die geopolitischen Entwicklungen am Wochenende stellen einen Rückschlag für die Risikostimmung dar und dürften sich auch auf Gold auswirken, das sich vorerst weiterhin an Risikofaktoren orientiert.“
„Gold stieg zwischenzeitlich bis auf 4.889 Dollar, nachdem zuvor berichtet worden war, dass die Straße von Hormus offen sei, gab jedoch bis zum Handelsschluss in New York wieder etwas nach.“
„Das Aufwärtsmomentum im Tageschart bleibt intakt, doch der RSI bewegt sich seitwärts. Kurzfristig ist daher von einer Konsolidierung auszugehen. Widerstände liegen bei 4.850 Dollar (50-Prozent-Fibonacci-Retracement der Spanne 2026) sowie bei 4.900 Dollar (50-Tage-Durchschnitt). Unterstützungen sehen wir bei 4.714 Dollar (100-Tage-Durchschnitt) und im Bereich von 4.650 bis 4.670 Dollar (21- und 38,2-Prozent-Fibonacci-Retracement).“
„Wir gehen weiterhin davon aus, dass die kurzfristige Richtung beim Goldpreis von der allgemeinen Risikostimmung abhängt und damit auch vom Ausgang der Waffenstillstandsgespräche bestimmt wird.“
„Das bestätigt unsere Einschätzung, in der aktuellen Lage eher Rücksetzer zum Einstieg zu nutzen, statt steigenden Kursen hinterherzulaufen.“