USD/JPY Kursprognose: Bullen kämpfen unter 160,00 angesichts von Interventionsängsten und einem schwächeren USD

Quelle Fxstreet
  • USD/JPY stößt vor der psychologischen Marke von 160,00 auf Ablehnung bei einem moderaten Rückgang des USD.
  • Interventionsängste begünstigen weiterhin den JPY und tragen dazu bei, die Aufwärtsbewegung der Kassakurse zu begrenzen.
  • Das technische Setup favorisiert eine bullishe Perspektive angesichts reduzierter BoJ-Zinserhöhungserwartungen und geopolitischer Unsicherheiten.

Das Paar USD/JPY zieht nach einem moderaten Anstieg in der asiatischen Sitzung in der Nähe von 160,00 am Dienstag frische Verkäufer an, schafft es jedoch, über dem Tief des Vortages zu bleiben. Die Kassakurse handeln derzeit im Bereich von 159,70 bis 159,75 und bleiben im Tagesverlauf unverändert, da Händler angesichts gemischter fundamentaler Signale zurückhaltend zu sein scheinen.

Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Sorgen aufgrund des Iran-Kriegs dämpfen schwächere Verbraucherpreisdaten aus Tokio die Erwartungen an eine sofortige Straffung der Geldpolitik durch die Bank of Japan (BoJ). Dies schwächt den japanischen Yen (JPY) und stützt das Paar USD/JPY. Hoffnungen auf eine Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten belasten hingegen den US-Dollar (USD) und begrenzen die Kassakurse angesichts von Interventionsängsten beim JPY.

Aus technischer Sicht bleibt die kurzfristige Stimmung leicht bullisch, da das Paar USD/JPY deutlich über dem steigenden 200-Tage-Exponential Moving Average (EMA) notiert und den übergeordneten Aufwärtstrend trotz der jüngsten Zurückhaltung oberhalb der psychologischen Marke von 160,00 intakt hält. Zudem begünstigt das Ausbleiben von Folgeverkäufen die Bullen und deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für die Kassakurse weiterhin nach oben zeigt.

Unterdessen hat sich der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator nach dem Verlust an Aufwärtsdynamik um die Nulllinie abgeflacht, was auf nachlassendes bullishes Momentum und nicht auf eine klare Trendumkehr hindeutet. Ergänzend dazu bleibt der Relative Strength Index (RSI) nahe 59 im positiven Bereich ohne überkaufte Signale, was die positive Perspektive bestätigt und eine Neigung zum Dip-Kauf unterstützt, während sich das Momentum konsolidiert.

Die beschriebene Struktur begünstigt erneute Tests des jüngsten Hochs bei 160,30, gefolgt von einer höheren Hürde bei 161,00, wo ein Ausbruch den Weg zu neuen Zyklus-Hochs öffnen würde. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung bei 159,00, mit einer tieferen Untergrenze bei 158,40, die frühere Rücksetzer abfederte. Ein Tagesschluss unterhalb dieser Marke würde 157,70 als nächstes Abwärtsziel für das Paar USD/JPY freigeben.

(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

USD/JPY Tageschart

Chartanalyse USD/JPY

Bank of Japan - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.

Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.

In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.

Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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