GBP/USD bleibt nach zwei Verlusttagen unverändert und pendelt während der asiatischen Handelszeiten am Donnerstag um 1,3360. Das Paar bleibt stabil, da der US-Dollar (USD) fest bleibt, wobei Händler die Entwicklungen im Nahen Osten angesichts anhaltender Unsicherheit über Bemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs genau verfolgen.
Das Weiße Haus erklärte, dass die Gespräche andauern, wobei die Trump-Administration Berichten zufolge einen 15-Punkte-Vorschlag über Pakistan an den Iran gesendet hat, um den Konflikt zu lösen. Hochrangige iranische Beamte prüfen den US-Vorschlag, signalisierten jedoch keine Bereitschaft, Gespräche mit Washington aufzunehmen. Teheran deutete jedoch an, ein US-Waffenstillstandsangebot abzulehnen und stattdessen einen Fünf-Punkte-Plan vorzulegen, der die souveräne Kontrolle über die Straße von Hormus beinhaltet.
Das Pfund Sterling (GBP) könnte durch nachgebende Ölpreise angesichts von Hoffnungen auf eine Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten Unterstützung finden. Die britischen Inflationsdaten für Februar zeigten eine stabile Gesamt-VPI von 3 %, im Einklang mit den Erwartungen, während der Kern-VPI leicht auf 3,2 % anstieg und damit die Prognose von 3,1 % übertraf. Diese vor dem Konflikt liegenden Zahlen hatten jedoch nur begrenzte Auswirkungen auf die Marktstimmung.
Die UOB-Ökonomin Lee Sue Ann wies auf eine hawkishe Verschiebung der Bank of England (BoE) hin, wobei der Leitzins nach einer einstimmigen 9-0-Abstimmung bei 3,75 % gehalten wurde. Der Bericht nimmt frühere Erwartungen von drei Zinssenkungen im Jahr 2026 zurück und prognostiziert nun, dass der GBP-Repo-Satz bis zum vierten Quartal 2026 bei 3,75 % bleiben wird, da Inflationsrisiken bestehen bleiben.
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.