AUD/JPY bleibt im negativen Bereich und handelt während der asiatischen Handelszeit am Montag um 111,70. Das Währungspaar kämpft, da der Australische Dollar (AUD) unter Druck durch eskalierende geopolitische Spannungen gerät, die weiterhin die allgemeine Marktstimmung belasten.
Die Risikoaversion verstärkte sich, da die Spannungen im Nahen Osten anhielten, nachdem US-Präsident Donald Trump dem Iran ein 48-Stunden-Ultimatum gestellt hatte, die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr wieder zu öffnen oder mit der möglichen Zerstörung seiner Energieinfrastruktur zu rechnen.
Als Reaktion darauf warnte die Islamische Revolutionsgarde des Iran (IRGC), dass sie die Straße vollständig schließen würde, falls die USA ihre Drohungen umsetzen. Gleichzeitig berichtete die Jerusalem Post, dass Washington eine mögliche Bodenoperation zur Einnahme der iranischen Insel Kharg, einem wichtigen Ölexportzentrum, in Erwägung zieht.
Die Anleger richten nun ihren Fokus auf den australischen Inflationsbericht am Mittwoch, bei dem erwartet wird, dass die Gesamtinflation im Februar mit 3,8 % im Jahresvergleich stabil bleibt. Die Daten folgen auf die knapp geteilte Entscheidung der Reserve Bank of Australia (RBA), den Leitzins auf 4,1 % anzuheben, was die ersten aufeinanderfolgenden Zinserhöhungen seit Mitte 2023 markiert und einen Teil des Zinssenkungszyklus des Vorjahres rückgängig macht, während die Entscheidungsträger versuchen, anhaltenden Inflationsdruck einzudämmen.
Das AUD/JPY-Paar könnte seinen Abwärtstrend ausweiten, da der japanische Yen (JPY) sich stärken könnte, gestützt durch steigende Ölpreise, die weiterhin Inflationssorgen schüren und eine hawkische Haltung unter den großen Zentralbanken verstärken. Während die Bank of Japan letzte Woche die Zinsen unverändert ließ, signalisierte sie die Bereitschaft, die Geldpolitik bei Bedarf weiter zu straffen.
Darüber hinaus könnte der JPY gegenüber seinen Pendants an Boden gewinnen, da die Spekulationen zunehmen, dass die japanischen Behörden am Devisenmarkt intervenieren könnten, um übermäßige Währungsschwankungen einzudämmen.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.