Silberpreis Analyse: XAG/USD unter Druck unter dem 50-Tage-SMA, Abwärtsrisiken bleiben bestehen

Quelle Fxstreet
  • Silber erholt sich von den Tagestiefs, bleibt jedoch unter Druck, wobei die Preise am Tag immer noch um fast 5 % gefallen sind.
  • Ein schwächerer US-Dollar und nachgebende Renditen bieten Unterstützung für XAG/USD.
  • Technisch gesehen behält Silber eine bärische Struktur bei, nachdem es unter wichtige gleitende Durchschnitte gefallen ist.

Silber (XAG/USD) erholt sich am Donnerstag von den Tagestiefs, da ein Rückgang des US-Dollars (USD) und der Treasury-Renditen Unterstützung bietet, obwohl das Metall weiterhin unter Druck steht, da die Märkte die globalen Zinserwartungen nach einer Welle von Zentralbankentscheidungen neu bewerten. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels notiert XAG/USD nahe 71,50 USD, ein Rückgang von etwa 5 % nach einem Tief von 65,51 USD früher am Tag, dem schwächsten Stand seit dem 2. Februar.

Die Federal Reserve (Fed), die Bank of Japan (BoJ), die Schweizerische Nationalbank (SNB), die Bank of England (BoE) und die Europäische Zentralbank (EZB) hielten alle die Zinssätze unverändert, wiesen jedoch auf aufwärtsgerichtete Inflationsrisiken hin, die durch stark steigende Ölpreise im Zuge des anhaltenden US-Israel-Kriegs mit dem Iran getrieben werden.

Dieses Umfeld verstärkt die Erzählung eines „höher für länger“ Zinssatzniveaus, was die Nachfrage nach dem nicht verzinslichen Metall weiterhin belastet und dessen Status als sicherer Hafen trotz erhöhter geopolitischer Spannungen überschattet.

Aus technischer Sicht zeigt das Tageschart, dass XAG/USD nach einem Hoch nahe 96,62 USD Anfang dieses Monats unter anhaltendem Abwärtsdruck steht, wobei die Preise unter den 50-Tage-Simple Moving Average (SMA) gefallen sind. Die jüngste Abwärtsbewegung drückte die Preise unter den 100-Tage-SMA nahe 73,40 USD, der nun als kurzfristiger Pivot fungiert, während die Preise wieder auf dieses Niveau zusteuern.

Der Relative Strength Index (RSI) ist auf etwa 34 gefallen, nähert sich damit dem überverkauften Bereich und signalisiert anhaltenden bärischen Schwung. Gleichzeitig bleibt der Moving Average Convergence Divergence (MACD) unter der Signallinie im negativen Bereich, wobei ein sich verbreiterndes Histogramm den zunehmenden Abwärtsdruck kurzfristig verstärkt. Der Average True Range (ATR) ist leicht gestiegen, was auf eine steigende Volatilität hinweist, da Verkäufer weiterhin die Preisbewegung dominieren.

Auf der Unterseite würde ein Tagesschluss unter dem 100-Tage-SMA die Tendenz nach unten beibehalten, wobei das Tief vom 6. Februar bei 64,08 USD als unmittelbare Unterstützung dient. Ein Bruch unter dieses Niveau könnte den Weg für tiefere Verluste in den Bereich von 54 bis 55 USD öffnen, eine frühere Ausbruchszone.

Auf der Oberseite könnte sich die kurzfristige Perspektive auf neutral bis leicht bullisch ändern, wenn es den Käufern gelingt, den 100-Tage-SMA zurückzuerobern, wobei der 50-Tage-SMA wahrscheinlich Erholungsversuche begrenzen wird. Eine nachhaltige Bewegung über dieses Niveau würde den März-Höchststand bei 96,62 USD in den Fokus rücken, wobei ein weiterer Anstieg den Weg für einen erneuten Test des Allzeithochs nahe 121,66 USD ebnen könnte.

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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