USD/CHF bleibt nahe 0,7720 gedämpft, da der Schweizer Franken aufgrund der Nachfrage nach sicheren Anlagen ansteigt

Quelle Fxstreet
  • USD/CHF fällt, da der US-Dollar aufgrund von Unsicherheiten in der Wirtschaftspolitik des Weißen Hauses schwächer wird.
  • Präsident Trump verhängte trotz eines Supreme-Court-Blocks gegen einen Teil seiner Zölle neue Zölle von 10%.
  • Der Schweizer Franken gewinnt, da die Erwartungen an Zinssenkungen der SNB in naher Zukunft weiter schwinden.

Der USD/CHF setzt seine Verlustserie am fünften aufeinanderfolgenden Tag fort und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag bei etwa 0,7720. Das Paar handelt auf der Rückseite, da der Schweizer Franken (CHF) von der Nachfrage nach sicheren Anlagen profitiert, angesichts erneuter Handels Spannungen.

US-Präsident Donald Trump setzte frische Zölle von 10% auf Handelspartner durch, obwohl der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten (US) einen Teil seiner vorgeschlagenen Zölle blockierte. In seiner Rede zur Lage der Nation sagte Trump, die US-Wirtschaft erhole sich, verteidigte die Zölle als wachstumsfördernd und kritisierte die Entscheidung des Gerichts, Elemente seiner Handelspolitik zu kippen.

Der Schweizer Franken wird durch schwindende Erwartungen an Zinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) unterstützt. Die Inflation in der Schweiz blieb im Januar bei 0,1% stabil und liegt am unteren Ende des Zielbereichs der SNB von 0–2% und weitgehend im Einklang mit ihren Prognosen für das erste Quartal. Es wird allgemein erwartet, dass die Entscheidungsträger die Zinsen vorerst unverändert lassen, da die Inflation voraussichtlich allmählich steigen wird.

In der Zwischenzeit verbesserte sich der Schweizer ZEW-Erwartungsindex im Februar stark auf 9,8 von -4,7 im Januar und erreichte damit den zweithöchsten Stand seit Januar letzten Jahres, was auf wachsende Erwartungen hinweist, dass die SNB ihren Leitzins bis 2026 bei 0% halten wird.

In der Zukunft werden sich die Märkte auf die Beschäftigungsdaten der Schweiz für das vierte Quartal später am Tag und die BIP-Zahlen für das vierte Quartal, die am Freitag fällig sind, konzentrieren. In den USA sind die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung für die Veröffentlichung während der nordamerikanischen Sitzung geplant.

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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