Das NZD/USD-Paar erhöht die durch die dovishe Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) inspirierten Verluste und fällt während der frühen europäischen Sitzung am Dienstag auf ein fast zweiwöchiges Tief unter die psychologische Marke von 0,6000.
Wie allgemein erwartet, hielt die RBNZ ihren Leitzins (Official Cash Rate - OCR) bei 2,25% und bekräftigte einen akkommodierenden geldpolitischen Ausblick inmitten der Erwartungen, dass die Inflation im nächsten Jahr wieder das Ziel erreichen wird. Händler reagierten schnell und schoben den wahrscheinlichen Zeitpunkt für eine Zinserhöhung weiter in das späte Jahr 2026, was stark auf den neuseeländischen Dollar (NZD) drückte.
Abgesehen davon übt ein moderater Anstieg des US-Dollars (USD) zusätzlichen Druck auf das NZD/USD-Paar aus und trägt zum Rückgang bei. Der Aufwärtstrend des USD scheint jedoch begrenzt zu sein, da Wetten auf weitere Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Fed) bestehen. Händler könnten auch davon absehen, aggressive Richtungswetten zu platzieren, und stattdessen auf die Veröffentlichung der FOMC-Protokolle warten.
Ein Intraday-Durchbruch durch eine einwöchige Unterstützung der Handelsspanne könnte als neuer Auslöser für die NZD/USD-Bären angesehen werden. Der Kassakurs bleibt unter dem 200-Stunden-Simple Moving Average (SMA) und erhält damit einen negativen Ausblick. Der aufwärts geneigte SMA fungiert als dynamisches Hindernis, und ein Schlusskurs darüber wäre erforderlich, um den Abwärtsdruck zu verringern.
Die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie liegt unter der Signallinie, beide unter null, und ein sich verbreiterndes negatives Histogramm verstärkt und stärkt das bärische Momentum. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 31 (nahe überverkauft), und ein Rückgang unter 30 könnte den Rückgang verlängern, während Erholungen in den 200-Perioden-SMA stagnieren könnten.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) hat das Mandat, die Preisstabilität zu gewährleisten und eine Inflationsrate zwischen 1 % und 3 % zu erreichen.
Der geldpolitische Ausschuss der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) legt das Zinsniveau fest, um die Inflation im Zielkorridor zu halten. Höhere Zinsen bremsen die Wirtschaft und stützen den Neuseeland-Dollar (NZD), während niedrigere Zinsen ihn schwächen.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) misst der Beschäftigung große Bedeutung bei, da ein angespannter Arbeitsmarkt die Inflation anheizen kann. Ihr Ziel der „maximal tragbaren Beschäftigung“ beschreibt den höchsten nachhaltigen Einsatz von Arbeitskräften, ohne dass dies zu einer unkontrollierten Preissteigerung führt. „Ist die Beschäftigung auf diesem maximal tragbaren Niveau, bleibt die Inflation niedrig und stabil. Liegt die Beschäftigung jedoch über einen längeren Zeitraum über diesem Niveau, steigen die Preise schneller, und die RBNZ wird gezwungen, die Zinssätze zu erhöhen, um die Inflation zu bändigen“, erklärt die Bank.
In Krisenzeiten greift die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) auf ein geldpolitisches Instrument namens Quantitative Lockerung (QE) zurück. Dabei handelt es sich um den Ankauf von Vermögenswerten – meist Staats- oder Unternehmensanleihen – durch die Notenbank, um die Geldmenge zu erhöhen und die heimische Wirtschaft anzukurbeln. Diese Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des neuseeländischen Dollars (NZD) und wird nur eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. Zuletzt setzte die RBNZ während der Covid-19-Pandemie auf QE, um die Konjunktur zu stabilisieren.