EUR/GBP hält Verluste unter 0,8750 nach den britischen VPI-Inflationsdaten

Quelle Fxstreet
  • EUR/GBP reduziert Gewinne um 0,8735 in der frühen europäischen Sitzung am Mittwoch. 
  • Die britische CPI-Inflation fiel im Januar wie erwartet auf 3,0% im Jahresvergleich.
  • Händler warten auf die Einzelhandelsumsätze für Januar aus dem Vereinigten Königreich und die vorläufigen PMI-Daten der Eurozone am Freitag, um neue Impulse zu erhalten. 

Das Währungspaar EUR/GBP hält seine Verluste nahe 0,8735 während der frühen europäischen Sitzung am Mittwoch. Das britische Pfund (GBP) legt leicht gegenüber dem Euro (EUR) zu, nachdem der Bericht über die Verbraucherpreisindex-Inflation (CPI) des Vereinigten Königreichs veröffentlicht wurde. Am Freitag stehen die Einzelhandelsumsätze für Januar aus dem Vereinigten Königreich und die vorläufigen Daten des Einkaufsmanagerindex (PMI) der Eurozone im Fokus. 

Die am Mittwoch vom britischen Amt für nationale Statistiken veröffentlichten Daten zeigten, dass der Haupt-CPI des Landes im Januar um 3,0% im Jahresvergleich gestiegen ist, verglichen mit einem Anstieg von 3,4% im Dezember. Dieser Wert entsprach dem Marktkonsens von 3,0%. Der Kern-CPI, der die volatilen Preise für Lebensmittel und Energie ausschließt, stieg im Januar um 3,1% im Jahresvergleich gegenüber 3,2% zuvor und entsprach den Erwartungen. 

Darüber hinaus lag die monatliche britische CPI-Inflation im Januar bei -0,5%, nach einem Anstieg von 0,4% im Dezember. Die Märkte hatten einen Rückgang von 0,5% prognostiziert. Das britische Pfund zieht in unmittelbarer Reaktion auf die CPI-Inflationsdaten einige Käufer an.

Was den Euro betrifft, erwarten Händler, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins das ganze Jahr über bei 2,0% stabil hält, bevor möglicherweise im nächsten Jahr Zinserhöhungen erfolgen. Dies könnte dem EUR gegenüber dem GBP Unterstützung bieten. 

Händler werden am Freitag weitere Hinweise aus den vorläufigen PMI-Daten der Eurozone und Deutschlands aufnehmen. Im Falle stärker als erwarteter Ergebnisse könnte dies den EUR kurzfristig anheben. 

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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