USD/JPY weitet seine Verluste am Donnerstag im asiatischen Handel zum vierten Mal in Folge aus und handelt um 152,90. Das Paar schwächt sich, da der japanische Yen (JPY) an Stärke gewinnt, nachdem Tokio erneut verbal interveniert hat.
Japans Vizefinanzminister für internationale Angelegenheiten und oberster Devisenbeamter, Atsushi Mimura, sagte, die Behörden überwachen die Marktbewegungen „mit großer Dringlichkeit“ und bleiben angesichts der erneuten JPY-Volatilität wachsam. Darüber hinaus betonte Finanzministerin Satsuki Katayama, dass die Regierung auf Währungsbewegungen gemäß der gemeinsamen Erklärung von Japan und den USA reagieren werde.
Der JPY erhält auch Unterstützung durch die Optimismus, dass die expansive Fiskalagenda von Japans Premierministerin Sanae Takaichi das inländische Wachstum ankurbeln wird. Analysten sehen Anzeichen für eine größere fiskalische Disziplin und einen marktfreundlicheren Ansatz in der Zukunft, was die Investoren dazu veranlasst, ihre Engagements in japanischen Aktien zu erhöhen, in der Erwartung, dass Stimuli Haushalte und Unternehmen zugutekommen werden.
Der Abwärtstrend des USD/JPY-Paares könnte begrenzt sein, da der US-Dollar (USD) an Stärke gewinnt, angesichts der steigenden Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve (Fed) vorsichtiger in Bezug auf den geldpolitischen Ausblick wird, nach besser als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten, die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) wird am Freitag das Highlight sein.
Die US Nonfarm Payrolls stiegen im Januar um 130.000, nach einer revidierten Erhöhung um 48.000 im Dezember (zuvor 50.000), und übertrafen die Markterwartungen von 70.000. Gleichzeitig fiel die Arbeitslosenquote von 4,4% auf 4,3%.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.