USD/JPY fällt, da der US-Dollar aufgrund schwacher Daten nachlässt, Yen gewinnt an Stabilität

Quelle Fxstreet
  • Der US-Dollar schwächt sich nach schwächer als erwarteten US-Konsum- und Arbeitskostendaten.
  • Der japanische Yen stabilisiert sich, da politische Risiken nachlassen und die Behörden eine wachsame Haltung beibehalten.
  • Erwartungen an Zinssenkungen in den USA belasten das Paar vor wichtigen bevorstehenden Datenveröffentlichungen.

USD/JPY handelt am Dienstag bei 154,40 zum Zeitpunkt der Erstellung, 0,95% im Minus an diesem Tag. Das Paar steht unter Druck, da der US-Dollar (USD) durch eine Reihe enttäuschender US-makroökonomischer Indikatoren nach unten gezogen wird, während der japanische Yen (JPY) von einem stabileren politischen Umfeld und verbaler Unterstützung durch die Behörden profitiert.

In den Vereinigten Staaten (US) verstärken die neuesten Konsumdaten die Bedenken über eine Verlangsamung der inländischen Nachfrage. Die Einzelhandelsumsätze im Dezember sind im Monatsvergleich unverändert bei 0%, was die Markterwartungen von 0,4% übertrifft. Im Jahresvergleich sinkt das Wachstum der Einzelhandelsumsätze auf 2,4%, nach zuvor 3,3%. Besorgniserregender für die Wachstumsaussichten ist, dass die Kontrollgruppe der Einzelhandelsumsätze, die direkt in die Berechnungen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) einfließt, im Monat um 0,1% fällt und damit den Anstieg von 0,2% im November umkehrt. Die Einzelhandelsumsätze ohne Autos liegen ebenfalls bei 0,0%, was weit unter den Prognosen liegt.

Der Arbeitsmarkt sendet ebenfalls gemischte Signale. Der Beschäftigungskostenindex, veröffentlicht vom US Bureau of Labor Statistics (BLS), verlangsamte sich im vierten Quartal auf 0,7% von zuvor 0,8%. Dieser Indikator, der von der Federal Reserve (Fed) genau beobachtet wird, gilt als wichtiger Maßstab für die Enge des Arbeitsmarktes und die zugrunde liegenden Inflationsdrucke. Unterdessen steigt der vierwöchige Durchschnitt der ADP-Beschäftigungsänderungen leicht an, bleibt jedoch auf bescheidenem Niveau, was auf einen allmählichen Verlust an Dynamik im Beschäftigungswachstum hindeutet.

Vor diesem Hintergrund setzt der US-Dollar seinen Rückgang zum dritten Mal in Folge fort. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb wichtiger Währungen misst, handelt nahe einem mehr als einwöchigen Tief, was die wachsenden Erwartungen an eine geldpolitische Lockerung widerspiegelt. Die Anleger richten nun ihre Aufmerksamkeit auf die bevorstehenden wichtigen Veröffentlichungen, wobei die Nonfarm Payrolls am Mittwoch und der Verbraucherpreisindex für Freitag angesetzt sind. Die Märkte preisen derzeit etwa 50 Basispunkte an Zinssenkungen für den kommenden Zeitraum ein.

Auf der japanischen Seite findet der japanische Yen bemerkenswerte Unterstützung. Politische Risiken haben nach dem entscheidenden und historischen Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi nachgelassen, deren Liberaldemokratische Partei 316 der 465 Sitze im Unterhaus gesichert hat. Das starke Mandat hat die Anleger beruhigt, insbesondere da sie Pläne signalisiert hat, Steuererleichterungen zu finanzieren, ohne die öffentliche Verschuldung zu erhöhen, was die Bedenken über fiskalische Abweichungen verringert.

Gleichzeitig bieten die japanischen Behörden weiterhin verbale Unterstützung für die Währung. Das Finanzministerium hat seine Bereitschaft bekräftigt, gegen übermäßige Währungsbewegungen zu handeln, eine Botschaft, die von hochrangigen Beamten wiederholt wird und kurzfristige Unterstützung für den Yen bietet.

Laut HSBC schafft dieses Umfeld ein empfindliches Gleichgewicht für die japanische Währung. Die Bank weist darauf hin, dass das starke politische Mandat die Tür zu verschiedenen fiskalischen Entscheidungen öffnet, während sie ihre Basisprognose für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch die Bank of Japan (BoJ) im Juli beibehält, mit steigenden Risiken für einen früheren oder zusätzlichen Schritt.

US-Dollar - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Britisches Pfund.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0.15% 0.32% -0.93% -0.10% 0.32% 0.21% 0.15%
EUR -0.15% 0.17% -1.08% -0.25% 0.17% 0.06% -0.00%
GBP -0.32% -0.17% -1.26% -0.42% -0.00% -0.12% -0.17%
JPY 0.93% 1.08% 1.26% 0.84% 1.26% 1.14% 1.09%
CAD 0.10% 0.25% 0.42% -0.84% 0.41% 0.30% 0.25%
AUD -0.32% -0.17% 0.00% -1.26% -0.41% -0.11% -0.17%
NZD -0.21% -0.06% 0.12% -1.14% -0.30% 0.11% -0.06%
CHF -0.15% 0.00% 0.17% -1.09% -0.25% 0.17% 0.06%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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