Der US-Dollar setzt seinen Rückgang gegenüber dem Schweizer Franken fort, wobei der Tages-Chart einen klar definierten Abwärtstrend mit niedrigeren Hochs und niedrigeren Tiefs seit dem späten November 2025 nahe 0,8102 zeigt. Der Preis handelt deutlich unter dem 50-Tage exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 0,7873 und dem 200-Tage EMA bei 0,8068, was eine starke bärische Struktur über die höheren Zeitrahmen bestätigt. Das Paar fiel Ende Januar auf ein Tief von 0,7605, bevor es zu einer Korrekturbewegung kam, die den Preis Anfang Februar zurück in die Nähe der 0,7800-Zone brachte. Diese Erholung konnte sich nicht halten, und der Verkaufsdruck setzte wieder ein, als das Paar aus dem Bereich von 0,7950 rollte, der nun als wichtige Widerstandszone fungiert, die mit dem fallenden 50 EMA ausgerichtet ist. Die Unterstützung am Januar-Swing-Tief nahe 0,7600 bleibt der kritische Boden für den breiteren Abwärtstrend.
In den kürzeren Zeitrahmen fiel USD/CHF am 10. Februar auf 0,7629, bevor es sich wieder erholte und nahe 0,7665 schloss, was einen Test und eine Ablehnung des Bereichs 0,7650 zeigt, der als Pivot durch die Preisbewegungen Ende Januar und Anfang Februar fungierte. Der Stochastische Oszillator (14, 5, 5) zeigt 30,56/34,56, schwebt gerade über dem überverkauften Bereich und zeigt noch keinen klaren bullischen Kreuzungspunkt, was darauf hindeutet, dass das Abwärtsmomentum weiterhin die Oberhand hat. Ein nachhaltiger Bruch unter 0,7600 würde die Tür zum projizierten Ziel bei 0,7382 öffnen, das aus der gemessenen Bewegung des größeren Rückgangs von den Höchstständen 2022 abgeleitet ist. Auf der Aufwärtsseite sieht sich jeder Erholungsversuch geschichteten Widerständen bei 0,7790 (ehemalige Unterstützung, die zu Widerstand wurde) und dem 50 EMA nahe 0,7873 gegenüber. Die Daten zum Schweizer Verbraucherpreisindex (VPI), die am 13. Februar veröffentlicht werden, könnten frische Volatilität einbringen, während die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Inflation genau beobachtet, nachdem Vorsitzender Schlegel potenzielle Interventionen am Devisenmarkt zur Steuerung der Frankenstärke angedeutet hat.

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.