EUR/USD schwächt sich auf nahe 1,1900, während Händler auf US-Daten achten

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD schwächt sich am Dienstag im frühen europäischen Handel auf etwa 1,1905. 
  • Händler bleiben vorsichtig vor einer datenschweren US-Woche. 
  • Es wird erwartet, dass die EZB die Zinssätze bis Ende 2026 stabil hält.

Das Paar EUR/USD verliert an Boden und liegt bei etwa 1,1905, wodurch die zweitägige Gewinnserie während der frühen Handelsstunden in Europa am Dienstag unterbrochen wird. Die Märkte könnten vorsichtig werden vor der Veröffentlichung wichtiger US-Wirtschaftsdaten, einschließlich der US-Beschäftigungs- und Inflationsberichte, die aufgrund der kürzlich beendeten vier Tage dauernden Regierungsstilllegung leicht verschoben wurden.

Der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, sagte am Montag, dass das US-Jobswachstum in den kommenden Monaten aufgrund eines langsameren Wachstums der Erwerbsbevölkerung und höherer Produktivität ins Stocken geraten könnte. 

Der Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht, der am Mittwoch fällig ist, wird voraussichtlich einen Anstieg von 70.000 Arbeitsplätzen im Januar zeigen, während die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum voraussichtlich stabil bei 4,4% bleibt. Im Falle schwächer als erwarteter Ergebnisse könnte dies den Greenback belasten und als Rückenwind für das wichtige Paar wirken. Andererseits könnten Anzeichen einer Verbesserung des US-Arbeitsmarktes den USD gegenüber dem Euro stützen. 

Auf der anderen Seite des großen Teichs hielt die Europäische Zentralbank (EZB ihren Leitzins in der letzten Woche wie allgemein erwartet bei 2,0% für die fünfte Sitzung in Folge. Während der Pressekonferenz sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass die Zentralbank ihren datengestützten und „sitzungsweise Ansatz“ beibehalten werde und sich nicht „auf einen bestimmten Zinspfad festlegen“ werde. 

Rund 85% der von Reuters in ihrer Umfrage im Januar befragten Ökonomen gaben an, dass die EZB die Zinssätze im Rest von 2026 stabil halten würde. 

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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