USD/CHF hält sich nach zwei Verlusttagen und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag um 0,7670. Das Paar könnte weiter schwächer werden, da der US-Dollar (USD) unter Druck bleibt, angesichts der Bedenken, dass die ausländische Nachfrage nach in Dollar denominierten Vermögenswerten nachlassen könnte, nachdem chinesische Aufsichtsbehörden Finanzinstitute aufgefordert haben, die Bestände an US-Staatsanleihen zu begrenzen, um Konzentrationsrisiken und die Exposition gegenüber unsicheren US-Wirtschaftspolitiken zu reduzieren.
Der Greenback bleibt unter Druck, da die sich verbessernde Risikobereitschaft vor einem umfangreichen US-Datenkalender in dieser Woche die Nachfrage dämpft und die Erwartungen an den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve beeinflusst. Die Märkte erwarten, dass die Zinsen im März gehalten werden, mit der ersten Senkung wahrscheinlich im Juni und einer möglichen weiteren Senkung im September.
Die US-Inflationserwartungen haben sich verringert, wobei die medianen Erwartungen für das kommende Jahr im Januar auf 3,1% von 3,4% im Dezember gefallen sind, dem niedrigsten Stand seit sechs Monaten. Die Erwartungen an die Lebensmittelpreise blieben stabil bei 5,7%, während die Erwartungen für drei und fünf Jahre unverändert bei 3% blieben.
Die Märkte erwarten derzeit, dass die Fed die Zinssätze im März unverändert lässt, mit möglichen Zinssenkungen im Juni und möglicherweise im September. Die Präsidentin der San Francisco Fed, Mary Daly, sagte in einem LinkedIn-Beitrag am Freitag, dass die Wirtschaft möglicherweise in einem Umfeld mit niedrigen Einstellungen und Entlassungen bleibt, sich jedoch auch in eine Phase ohne Einstellungen und mit höheren Entlassungen verschieben könnte.
Händler warten auf die Inflationsdaten der Schweiz für Januar, die am Freitag veröffentlicht werden, wobei Analysten erwarten, dass die jährliche Inflation bei 0,1% bleibt. Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Martin Schlegel, hat kürzlich die Herausforderungen hervorgehoben, die durch anhaltend niedrige Inflation und den Leitzins von 0% entstehen, und das Engagement der Zentralbank für die Preisstabilität innerhalb ihres Zielbereichs von 0–2% unterstrichen.
SNB-Präsident Schlegel fügte hinzu, dass die SNB die Bewegungen des Schweizer Frankens genau beobachten und bereit sein würde, bei Bedarf in den Devisenmärkten zu intervenieren, anstatt hastig weitere Zinssenkungen vorzunehmen. Er betonte, dass die aktuelle geldpolitische Haltung angemessen bleibt, da die Inflation in den kommenden Monaten voraussichtlich anziehen wird.
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.