NZD/USD stoppt seine Gewinnserie, die am 16. Januar begann, und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Freitag bei etwa 0,6050. Das Paar bleibt gedämpft nach dem ANZ – Roy Morgan Verbrauchervertrauen, das im Januar von 101,5 im Dezember auf 107,2 gestiegen ist und damit den höchsten Stand seit August 2021 erreicht hat.
Das NZD/USD-Paar könnte seine Position zurückgewinnen, da der Neuseeland-Dollar (NZD) Unterstützung von erhöhten Wetten auf eine Zinserhöhung durch die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) erhalten könnte.
Positive Wirtschaftsdaten, angeführt von der überraschenden Inflationssteigerung der letzten Woche, haben die Erwartungen gestärkt, dass die Reserve Bank of New Zealand später in diesem Jahr mit der Straffung der Geldpolitik beginnen könnte. Während allgemein erwartet wird, dass die RBNZ die Zinsen im Februar unverändert lässt, preisen die Märkte zunehmend eine Erhöhung bereits im Juli ein, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für einen Schritt bis September.
Der US-Dollar (USD) legte zu auf Spekulationen, dass Präsident Donald Trump den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve nominieren wird. Trump sagte am späten Donnerstag, er werde seine Wahl am Freitagmorgen bekannt geben, wobei die Märkte Warsh bevorzugen, der als hawkische Option angesehen wird.
Allerdings könnten die Gewinne des Greenbacks begrenzt sein, da erhöhte geopolitische Spannungen und politische Unsicherheiten in Washington das Vertrauen der Anleger belasten. Zu den jüngsten Entwicklungen gehören Trumps Drohung mit Zöllen gegen Länder, die Öl nach Kuba exportieren, und Warnungen an den Iran vor möglichen militärischen Maßnahmen, es sei denn, er stimmt einem Atomabkommen zu.
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.