Das AUD/JPY-Paar driftet am Freitag während der frühen europäischen Sitzung nahe 107,70 nach unten. Die Erwartungen an eine koordinierte Intervention der USA und Japans könnten dem japanischen Yen (JPY) gegenüber dem australischen Dollar (AUD) etwas Unterstützung bieten. Japans Premierministerin Sanae Takaichi warnte letzte Woche, dass die Beamten bereitstehen, notwendige Schritte gegen spekulative und hochgradig anormale Marktbewegungen zu unternehmen.
Andererseits könnte das Aufwärtspotenzial für den JPY begrenzt sein, da der schwächer als erwartete Verbraucherpreisindex (VPI) in Tokio die kurzfristigen Zinserhöhungserwartungen der Bank of Japan (BoJ) dämpft. Die am Freitag vom Statistischen Amt Japans veröffentlichten Daten zeigten, dass der Gesamt-VPI in Tokio im Januar um 1,5% im Jahresvergleich stieg, der langsamste Anstieg seit März 2022, verglichen mit 2,0% im Vormonat.
Unterdessen sank die Kern-VPI-Inflation in Tokio im Januar auf 2,0% im Jahresvergleich, der langsamste Anstieg seit Oktober 2024, nach einem Anstieg von 2,3% im Dezember und unter den Markterwartungen von 2,2%. Dieser Bericht verstärkt die Erwartungen, dass die japanische Zentralbank bei weiteren Zinserhöhungen vorsichtig bleiben wird.
Im Tageschart hält sich AUD/JPY gut über dem steigenden 20-Tage-SMA und dem 100-Tage-EMA, was einen fest verankerten bullischen Trend unterstreicht. Beide Durchschnitte steigen, was die Aufwärtsneigung bestätigt und dynamische Unterstützung bietet. Der RSI bei 63,64 bleibt im positiven Bereich, nachdem er von vorherigen überkauften Werten nachgelassen hat, was auf ein kräftiges, aber moderiertes Momentum hinweist. Sofortiger Widerstand entsteht am oberen Bollinger-Band bei 108,35, während die erste Unterstützung mit dem mittleren Band bei 106,45 übereinstimmt. Ein täglicher Schlusskurs über dem Widerstand könnte die Gewinne ausweiten, während eine Pause dort einen Rückgang in Richtung des mittleren Bands begünstigen würde.
Der Preis schwebt nahe dem oberen Bollinger-Band, was auf anhaltenden bullischen Druck und angespannte Bedingungen hinweist. Die Bänder haben sich in den letzten Sitzungen verbreitert, was auf steigende Volatilität und Momentum hinweist. Der 20-Tage-SMA steigt weiterhin, was bei Rücksetzern einen unterstützenden Ton beibehält, während der 100-Tage-EMA weit darunter den breiteren Aufwärtstrend verankert.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.