Das Währungspaar USD/JPY weitet seinen Rückgang auf etwa 154,75 aus, dem niedrigsten Stand seit dem 17. Dezember, während der frühen asiatischen Sitzung am Montag. Der japanische Yen (JPY) stärkt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) angesichts der erhöhten Alarmbereitschaft für eine japanische Intervention, um den jüngsten Rückgang der Währung zu stoppen. Der Bericht über die langlebigen Güterbestellungen in den USA für November wird später am Montag veröffentlicht.
Die Spekulation über eine Intervention wächst, nachdem Händler während der US-Sitzung am Freitag berichteten, dass die Federal Reserve Bank of New York Kontakt zu Finanzinstituten aufgenommen hatte, um nach dem Wechselkurs des JPY zu fragen. Japans oberster Währungsbeamter lehnte es ab, an diesem Tag zu kommentieren, ob eine Kursüberprüfung auf seiner Seite durchgeführt wurde.
Takaichi sagte am Sonntag, dass sie alle notwendigen Maßnahmen ergreifen werde, um spekulative und hochgradig anormale Bewegungen zu bekämpfen. Dieser Schritt löst Spekulationen über Interventionen seitens Japans und der Fed aus.
Am Freitag beschloss die Bank of Japan (BoJ), ihren Leitzins bei 0,75% bei ihrer Januarsitzung unverändert zu lassen, wie allgemein erwartet. Dies belässt die Kreditkosten auf dem höchsten Niveau seit drei Jahrzehnten. Die japanische Zentralbank hob ihre Wachstumsprognosen für die Haushaltsjahre 2025 und 2026 an. Sie erhöhte auch leicht ihre Prognose für die Kernverbraucherpreisinflation für das Haushaltsjahr 2026 von 1,8% auf 1,9%.
Japan bereitet sich auf eine Wahl am 8. Februar vor, wobei Takaichis Versprechen, die Lebensmittelzölle zu senken, in den letzten Tagen Schockwellen auf dem japanischen Schuldenmarkt ausgelöst hat. Politische Unsicherheit in Japan und Erwartungen an ehrgeizigere fiskalisch expansive Politiken unter Takaichi könnten den JPY belasten und Rückenwind für das Paar schaffen.
"Intervention verzögert nur, kehrt aber nicht den Abwärtstrend des Yen in der aktuellen makroökonomischen Situation um, in der der Fokus auf erhöhten Staatsausgaben liegt," sagte Rong Ren Goh, ein Portfoliomanager für festverzinsliche Wertpapiere bei Eastspring Investments.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.